Kastell Böhming

Wenn ihr euch schon länger für die Region rund um das Altmühltal interessiert, habt ihr sicher schon mitbekommen, dass es zahlreiche Bauwerke gibt, die auf die Römer zurückzuführen sind. Der Burgus bei Burgsallach, das Kastell bei Pfünz oder der Limesturm Erkertshofen sind nur einige Beispiele für eine Zeit, in der die Grenze des Römischen Reichs mitten durch Bayern führte. Ein weiteres ist das Kastell Böhming.

Böhming bei Kipfenberg

Das Gebäude befindet sich nur unweit davon, wo heute die Kirche des Ortes steht. Daher finden sich direkt vor dem Gotteshaus einige Infotafeln zu den Spuren der Römer und den Böhminger Kastell.

Kastell Böhming Kirche

Das Kastell diente nicht nur zur Verteidigung der römischen Grenze, die nur unweit vom Kastell auf dem Pfahlbuck verlief. Auch den Übergang der Altmühl galt es zu überwachen, denn unweit des Kastells hatten sich Menschen angesiedelt, die die Kaufkraft der Soldaten schätzten und daher in ihrem kleinen Ort Märkte abhielten.
Durch den römischen Fortschritt geprägt hatten viele Wohnhäuser beheizbare Räume, es gab im Ort Thermen und Wirtshäuser und nachweislich auch einen kleinen Tempel.

Kastell Böhming

Heute lässt sich der Zauber der Vergangenheit nur noch erahnen. Weder eine Ruine, noch eine Rekonstruktion finden sich hier. Ein Spaziergang rund um Böhming ist dennoch einen kleinen Ausflug wert. Zwischen Kipfenberg und Böhming beispielsweise gibt es eine schöne Mariengrotte, die in den 70er Jahren errichtet wurde. Ebenfalls empfehlenswert für Sport- und Actionfans: Am Talrand befindet sich ein Startplatz für Gleitschirmflieger.

Kennt ihr noch weitere Orte, an denen alte Kulturen ihre Spuren hinterlassen haben? Ich freue mich über Tipps – nicht nur im Altmühltal, sondern gern auch in Bayern oder ganz Deutschland!

Kerstin

Top 10 Events im Sommer 2018

Der Sommer im Altmühltal ist immer etwas Besonderes: schöne Natur, tolles Wetter – und coole Veranstaltungen. Doch welche sind die besten? Was darf man im Sommer 2018 nicht verpassen? Hier unsere Top 10.

Top-Events-Veranstaltungen-im-Altmühltal-Sommer-2016

PLATZ 10: Nördlinger Mess

Zwar am Rand des Naturparks, aber dennoch für Groß und Klein ein Muss ist die Nördlinger Mess im Ries. Sie findet dieses Jahr von 2. bis 11. Juni statt und lockt mit über 200 Marktständen.
Dieses Jahr hat Hitradio RT1 Nordschwaben einen extra Song für das Event komponiert. Daher: Nicht verpassen.

Platz 9: Altmühltaler Gartentage Beilngries

Zum neunten Mal lädt die Stadt Beilngries ein zu den Gartentagen am Sulzpark. Handwerkskunst, schöne Pflanzen und leckere Speisen und Getränke warten auf euch. Und auch für die Kleinen ist allerhand geboten. Neben Hüpfburg und Karussell gibt es vom 19. bis 21. Mai auch noch ein Kamelreiten mitten in der Stadt.
Eintritt kostet 6 Euro.

Platz 8: Vatertag im Stone Break Hill

Am 10. Mai feiert der Saloon an der B13 sein 25-jähriges Bestehen. Wie jedes Jahr am Vatertag öffnet das Stone Break Hill seine Pforten, allerdings dieses Jahr zu einem Jubiläum, das du nicht verpassen solltest. Bei schönem Wetter das ideale Ausflugsziel für eine Fahrt mit dem Fahrrad. Livemusik, Unterhaltung für Kinder und leckeres Essen warten auf euch. Und all das unter einem großen Sonnendach.
Alle Infos zur letztjährigen Veranstaltung findet ihr in diesem Blogpost.

Platz 7: Bayern 1 Outdoorfestival

Es wird sportlich, denn der Radiosender Bayern 1 besucht am 19. Mai die Stadt Kelheim und veranstaltet das Outdoor Festival. Tolle Musik von Popstar Sasha und zahlreiche Foodtrucks warten auf euch. Außerdem gibt es allerlei zu entdecken: Freizeitsportangebote en masse warten auf euch und die ganze Familie.

PLATZ 6: ALTSTADTFEST EICHSTÄTT

Vom 29. Juni bis 1. Juli herrscht Ausnahmezustand in Eichstätts Innenstadt. Selten ist die barocke Altstadt so gefüllt wie zu diesem Zeitraum. An sämtlichen Plätzen gibt es unterschiedlichste Live-Musikangebote, dazu kulinarische Spezialitäten und ein abwechslungsreiches Kinderprogramm. Hier ist wirklich für jeden was dabei!

Psst: Dieses Jahr treten die Quarry Rockers am Samstagabend als Vorband im Posthof auf. Nicht verpassen!

PLATZ 5: Altmühltaler Lammauftrieb

Ein Spektakel für alle Tierfreunde findet dieses Jahr am 20. und 21. Mai in Mörnsheim statt. Denn jedes Jahr um die Zeit ist der Lammauftrieb im Ort, der von einem Schäfer- und Handwerkermarkt begleitet wird. Die Lammherde mit etwa 1000 Tieren wird durch den Ort geführt und bezieht dann ihr Sommerquartier auf der Wacholderheide.

PLATZ 4: ALTSTADTFEST WEISSENBURG

Straßenmusikanten und Gaukler geben vom 13. bis 15. Juli in Weißenburg ihr Können zum Besten. Mit viel Musik und zum Teil historisch gekleideten Besuchern ist das Weißenburger Altstadtfest ein echtes Muss.

PLATZ 3: Altmühlsee-Festival

Auf sieben verschiedenen Bühnen rund um den Altmühlsee findet das 14. Altmühlsee-Festival am 25. August statt. Dabei ist für jeden Geschmack etwas dabei: Von Rock’n’Roll über Country bis hin zu Blues bietet das Altmühlsee-Festival ein sehr breites Spektrum.
Mehr Infos zum Festival.

PLATZ 2: Kulturtage Nassenfels

Jedes Jahr Anfang August öffnet die Burg Nassenfels ihre Pforten zu den Kulturtagen. In der Zeit von 1. bis 5. August gastieren Kabarettisten aus nah und fern im Innenhof der Burg. Unter freiem Himmel den Sommer genießen – mit Pam Pam Ida, Herbert & Schnipsi oder Stephan Zinner. Wer Lust bekommen hat – Tickets gibt’s hier.

PLATZ 1: KELLERFEST TITTING

Auch das Tittinger Kellerfest der Brauerei Gutmann ist eine Veranstaltung, die jedes Jahr fest auf dem Veranstaltungsplan steht. Vom 17. bis 19. August findet das Brauereifest mit Livemusik auf dem Gelände der Brauerei statt.  An Samstag und Sonntag ist zudem ein regionaler Handwerkermarkt. Außerdem kann die Brauerei von innen im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Ein absolutes Muss für alle Bierfreunde.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Handgemacht-Laden Eichstätt

Großstadtfeeling im beschaulichen Eichstätt. Denn seit einigen Wochen hat der hippe Handgemacht-Lachen in der Stadt geöffnet. Kreativität, so weit das Auge reicht. Ich habe mich selbst davon überzeugt, und den Laden besucht.

Handgemacht Laden Eichstätt

In der Westenstraße ist viel los. Denn seit 14. April befindet sich zwischen dem Griechen Sirtaki und der Pizzeria Dal-fufo ein neues Geschäft. Geführt wird der Laden von zwei Geografie-Studentinnen, Steffi und Julia. Dass sie hier ihrer Leidenschaft nachgehen, erkennt man sofort, sobald man den Laden betritt.
Die Ladenfläche ist liebevoll dekoriert, die beiden voller Elan dabei. Sie brennen für ihr Projekt, das sie neben ihrem Studium selbst organisieren und komplett eigenständig ins Laufen gebracht haben.
Nicht ohne entsprechendes Interesse vom Publikum: Denn neben mir waren auch schon der Eichstätter Kurier und INTV bei den beiden zu Gast.

Handgemacht Laden Eichstätt

Das Leergut-Projekt Eichstätt

Viele wundern sich vielleicht, wieso der Laden nur ein Monat lang geöffnet hat. „Das ist bestimmt eine Testphase“, munkeln einige Leute aus der Region.
Doch leider ist das Projekt tatsächlich nur für kurze Zeit gedacht. Das liegt zum einen daran, dass die beiden gerade in der Endphase ihres Studiums stecken, zum anderen aber auch daran, dass ihr Laden Teil des Projekts Leergut der Stadt Eichstätt ist.

Im Rahmen dieses Projekts sollen leerstehende Ladenflächen durch Künstler, StartUps oder für Veranstaltungen genutzt werden. Dabei erwecken die Räume die Aufmerksamkeit der Passanten und sollen im Anschluss wieder dauerhaft als Mietflächen zur Verfügung stehen.
Ein tolles Konzept, das Julia und Steffi gern unterstützen.

Was den Handgemacht-Laden so besonders macht

Wie bei vielen Projekten möchte man zuerst wissen, wie alles begonnen hat.
„Angefangen hat alles damit, dass wir beide gemeinsam gebastelt haben“, erzählt Steffi. „Wir fanden es total schade, dass so viele selbstgemachte Dinge in der Schublade verstauben.“
Die Lösung war ebenso genial wie einfach – sie entschlossen sich dazu, ihren eigenen Laden auf die Beine zu stellen, in dem auch weitere Leute ihre Waren feilbieten konnten. Einzige Bedingung: Die Sachen mussten selbstgemacht sein.

Dekoladen Eichstätt

Und so finden sich im Geschäft der beiden nun neben Makramee-Schmuck, selbst Genähtem und Keramik auch Dinge aus Holz oder schöne Karten mit modernem Handlettering.
„Wir wollen eine Plattform für Handgemachtes sein“, beschreibt Steffi das Konzept des Ladens in nur wenigen Worten.

Ein besonderes Detail, das mir bereits beim Eintreten in den Laden aufgefallen ist: Jeder Künstler hat seinen eigenen kleinen Bereich und wird mit einem entsprechenden Text inklusive Bild kurz vorgestellt. So fühlt man sich der gekauften Ware noch näher. Eine schöne Idee, wie ich finde.

Handgemacht Laden Eichstätt

Ein weiterer Top Tipp: Im Handgemacht-Laden finden auch Veranstaltungen statt. Am 20. April war das beispielsweise ein Makramee-Workshop, am 28. ein Handlettering-Workshop. Diese Veranstaltungen leiten die jeweiligen Verkäufer im Handgemacht-Laden. So kann man sowohl diese als auch deren Produkte noch besser kennenlernen und findet heraus, wie es ist, schöne Dinge selbst zu machen.

Wer dem Handgemacht-Laden einen Besuch abstatten möchte, sollte sich beeilen. Denn der Laden hat nur noch bis 11. Mai geöffnet.
Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr, samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr.

Handgemacht Laden Eichstätt

Ich wünsche euch viel Spaß beim Entdecken – ihr solltet dem Geschäft dringend einen Besuch abstatten. Denn hier ist für wirklich jeden Geschmack etwas Passendes dabei.

Wart ihr schon im Handgemacht-Laden oder kennt ihr ähnliche Läden in der Region? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.
Kerstin

Kaisinger Tal

Zwischen Greding und Beilngries befindet sich das Kaisinger Tal. Ein idyllisches Fleckchen Erde, an dem sich die Ruhe der Natur ganz abseits des Alltagsstresses hervorragend genießen lässt.
Durch das Kaisinger Tal fließt ein kleiner Bach, der Brunnebach.

Um ihn schlängelt sich ein insgesamt drei Kilometer langer Naturlehrpfad. 21 Stationen führen durch das ruhige Tal, das sowohl für Einheimische als auch für Touristen ein perfekter Ort zum Entspannen ist.

Auch Fotoliebhaber verschlägt es immer wieder dorthin. Denn nirgendwo sonst lassen sich so schöne Langzeitaufnahmen von fließendem Gewässer und unberührter Natur machen. Die hohen Bäume, die den Brunnenbach säumen, tragen zu dieser mystischen Stimmung nur noch etwas mehr bei.

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Vor allem in den Frühjahrsmonaten ist das Kaisinger Tal mit seinen Kaskaden ein Geheimtipp. Denn dann führt der Bach durch die Schneeschmelze besonders viel Wasser. Noch mehr als auf den Bildern, die ihr hier sehen könnt. Diese sind nämlich während einer Trockenperiode in den warmen Sommermonaten entstanden.

Naturlehrpfad Kaisinger Tal

Wenn ihr Lust auf eine Wanderung habt, kann ich euch vor allem zur warmen Jahreszeit das Kaisinger Tal empfehlen. Denn ein großer Teil der kurzen Wanderung, die auch hervorragend für Familien mit Kindern geeignet ist, führt mitten durch den Wald.

Parken könnt ihr an einem ausgeschriebenen Parkplatz. Von Greding kommend in Richtung Beilngries biegt ihr nach Kaising ab. Etwa 800 Meter nach Gredingt gibt es rechterhand einen Parkplatz. Euer Auto steht so ebenfalls geschützt vor der Sonne.

Von hier aus geht es hinunter ins Kaisinger Tal. Haltet euch an den Schildern mit der Eule. Diese führt euch entlang des Naturerlebnispfades, der sehr gut ausgeschrieben ist. Zahlreiche Stationen rund um Bäume und Sträucher sowie der dort lebenden Tiere finden sich hier und machen den Rundweg zu einem lehrreichen Ausflug von etwa einer Stunde.

Höhepunkt sind selbstverständlich die Kalksinterterrassen des Tals.

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Doch wie entstanden die Kalksinterterrassen im Kaisinger Tal überhaupt?

Wie für nahezu jedes Naturgebilde aus Stein im Jura ist auch hier der hohe Kalkgehalt im Wasser der ausschlaggebende Grund. Kalktuffablagerungen formen so kleine Treppchen oder, wie im Fall der Steinernen Rinne in Rohrbach, einen Wasserlauf. Der Kalk wird aus der Erde gespült und lagert sich überirdisch in Form von Gesteinen ab. Durch die Fließrichtung des Wassers ergaben sich im Laufe der Jahrhunderte kleine Stufen.

Auch heute noch entstehen Kalktuffterrassen. Diese Gesteine sind sehr zerbrechlich, da sie sich erst im Lauf der Jahrhunderte festigen und aushärten müssen. Ihr solltet daher dringend auf den Wegen bleiben und Hunde an die Leine nehmen! Betretet die Terrassen nicht!

Kaisinger Tal

Dann steht einem schönen Ausflug in das Kaisinger Tal nichts mehr im Weg. Ich freue mich schon auf eure Erfahrungsberichte!
Kennt ihr noch weitere kleine Naturwunder im Altmühltal? Ich freue mich über euren Kommentar.

Kerstin

PS: Danach könnt ihr in Greding oder Beilngries noch ein leckeres Eis genießen ;)

Zitrone-Mohn-Muffins

Öfter mal was Neues – wer sagt, dass man Mohn nur flächig als Füllung für Kuchen, , Hörnchen, Schnecken & Co. verwenden kann? Ich habe mich an Zitrone-Mohn-Muffins versucht. Eine echte Abwechslung auch für euren Kaffeetisch. Einfach, schnell und durch eine individuelle Dekoration super wandelbar und für nahezu jeden Anlass geeignet.

Zitrone-Mohn-Muffins backen

Was ihr für den Teig braucht

100 g Butter
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
150 g Mehl
2 TL Backpulver
etwas Milch
3 EL gemahlener Mohn
3 EL Zitronensaft

Was ihr für den Guss braucht

50 g Puderzucker
etwas Zitronensaft
Dekoration die euch gefällt (ich habe mich für Zuckerschrift entschieden, da ich diese schon länger mal ausprobieren wollte)

Und so einfach geht’s

Muffinförmchen in das Blech legen und Backofen auf 175°C vorheizen.

Butter mit Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel schaumig rühren. Anschließend die Eier dazu geben. Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach zugeben. Nach Bedarf mit etwas Milch vermischen. Den Teig gut durchrühren, damit er weich wird und später gleichmäßig aufgeht.

Anschließend Mohn und Zitronensaft in die Schüssel geben. Ihr könnt an dieser Stelle gern abschmecken und je nach euren Wünschen mehr oder weniger Mohn bzw. Zitronensaft zugeben.

Teig in die Muffinförmchen aufteilen und etwa 30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Anschließend gut abkühlen lassen.

Zitrone Mohn Muffins - Backen für den Frühling

Für den Guss Puderzucker nach und nach mit Zitronensaft verrühren. Wenn die Flüssigkeit dicklich ist, ist sie perfekt. Auf den Muffins verstreichen und anschließend Muffins nach Belieben dekorieren. Hierfür könnt ihr zum Beispiel Zuckerperlen verwenden.
Ich habe mich zum ersten Mal an Zuckerschrift versucht. Diese solltet ihr vorher gut durchkneten und langsam und gleichmäßig verteilen. So könnt ihr auf jeden Muffin zum Beispiel einen Namen oder einzelne Buchstaben (OSTERN, HAPPY BIRTHDAY, PARTY, …) schreiben und die übrigen auch gern anders verzieren.

Ich bin gespannt, für welche Dekoration ihr euch entscheidet und ob euch die Zitrone-Mohn-Muffins schmecken. Hinterlasst doch ein Kommentar :)
Kerstin

Vogellehrpfad Oberhochstatt

Ihr mögt die Natur? Dann werdet ihr den Vogellehrpfad bei Oberhochstatt lieben. Ein kleiner, etwa 1 Kilometer langer Rundweg, der sich super für einen Ausflug mit Kindern eignet. Denn hier lernen die Kleinen viel über sämtliche Vogelarten, aber auch über Bienen und Kräuter. Ein großer Pluspunkt: Der Rundweg ist extrem kurz, lässt sich also hervorragend auch schon mit kleinen Kindern bei einem Ausflug am Nachmittag erkunden.

Oberhochstatt Vogellehrpfad - Ausblick auf Weißenburg

Startpunkt für den Rundweg ist ein Parkplatz ganz in der Nähe von Oberhochstatt, genauer gesagt wenn ihr von Oberhochstatt kommend in Richtung Kaltenbuch einbiegt. Kurz darauf befindet sich linkerhand ein Parkplatz mit Infoschild. Hier könnt ihr euch einen ersten Überblick über die Route machen. Von hier aus könnt ihr übrigens auch den Limesweg starten.

Oberhochstatt Vogellehrpfad

Oberhochstatt Vogellehrpfad Vogelhaus

Unweit dieses Parkplatzes befindet sich eine Übersicht zahlreicher Vogelhäuser. Anhand eines Infoschildes lernt ihr, welcher Vogel welches Vogelhaus bevorzugt und was es sonst noch über das jeweilige Tier zu wissen gibt.

Informationen über Kräuter und eine Kräuterschnecke sowie ein Kräutergarten warten auf euch. Wir waren leider im beginnenden Frühjahr unterwegs, besser ist es bestimmt, wenn ihr euch im Sommer auf den Vogellehrpfad bei Oberhochstatt begebt. Dann sind nicht nur die Kräuter in voller Blüte, sondern ihr könnt sicherlich den ein oder anderen Vogel entdecken.

Kräuterschnecke Herbst Frühling

Am Vogellehrpfad leben unweit der Brutkästen für Vögel mehrere Bienen. Die fleißigen Tierchen haben hier zahlreiche Bienenstöcke und fühlen sich durch die Bäume, nahen Felder und den Kräutergarten sicherlich sehr wohl in ihrem Zuhause.

Honigwaben Bienen

Sollte euch der Rundweg zu kurz sein, könnt ihr diesen selbstverständlich auch nach Belieben verlängern. In der Gegend sind zahlreiche ausgeschriebene Wanderwege und geschotterte Wege, über die ihr euch eine ganz individuelle Route zusammenstellen könnt. Etwa 5 Kilometer vom Ausgangspunkt des Vogellehrpfads entfernt steht der Bismarckturm. Wenn ihr nach Rohrbach unterwegs seid, solltet ihr das Freilichtmuseum dort nicht verpassen.

Kennt ihr noch andere kurze Ausflugsideen für Familien im Altmühltal?
Ich freue mich über eure Kommentare :)

Märzenbecherwald Ettenstatt

Sobald der Frühling beginnt können wir es kaum erwarten, die ersten Frühjahrsboten zu sehen. Frühjahrsblüher wie Narzissen, Krokusse oder Tulpen sind dann hoch im Kurs. Während diese Exemplare meist im heimischen Garten extra angepflanzt wurden, gibt es in der Nähe von Ettenstatt ein kleines Naturspektakel, das jedes Jahr zum Frühjahr wieder zum Besuchermagneten wird: Den Märzenbecherwald. In diesem unter Naturschutz stehenden Waldstück blühen zwischen Ende Februar und Anfang April unzählige Märzenbecher.

Märzenbecherwald Ettenstatt Altmühltal

Märzenbecher – was ist das?

Der Märzenbecher (auch bekannt als Frühlingsknotenblume oder Großes Schneeglöckchen) ist eine Blume. Wie alle Frühjahrsblüher ist auch er eine Pflanze, die aus einer Zwiebel wächst und wiederkehrend blüht. Jahr vor Jahr erfreuen also die Blumen, die sich hier auf natürlichem Weg ausgebreitet haben, die Besucher des Märzenbecherwalds bei Ettenstatt.
Ihren Namen hat die Blume übrigens von dem Monat, an dem sie meistens blüht – dem Frühlingsmonat März.

Der Märzenbecher ist streng geschützt. Er kommt nur noch selten vor und wächst in Gegenden mit feuchten, nährstoffreichen Ton- und Lehmböden. Daher solltet ihr aufpassen, die Pflanzen nicht zu beschädigen. Selbstverständlich ist es auch verboten, die Blumen zu pflücken oder auszugraben.

Märzenbecherwald Rundweg Ettenstatt

Märzenbecherwald bei Ettenstatt

Da die Blume so selten und besonders ist, ist sie sogar Teil des Gemeindewappens von Ettenstatt geworden. Hier ist der Märzenbecherwald sozusagen das Wahrzeichen.
Der Märzenbecherwald selbst ist ca. 12 Hektar groß und gilt seit den 80er Jahren als Naturschutzgebiet. Es gibt zwei ausgeschilderte, kurze Rundwanderwege, die durch den Märzenbecherwald führen.
Da die Märzenbecher sehr empfindlich sind, solltet ihr keinesfalls die ausgeschilderten Wege verlassen und eure Hunde dringend an die Leine nehmen.

Nicht unweit der blühenden Märzenbecher wartet noch ein weiterer Altmühltaltipp auf euch – die Steinernen Rinne bei Rohrbach. Hier könnt ihr sehen, was die Natur über Jahrhunderte hinweg erschaffen kann. Die 60 Meter lange Rinne ist bis zu einen Meter hoch und wächst stetig weiter. Ein schöner Ort zum Entspannen, Wandern und um die Natur zu genießen!

Bild

 

 

 

 

 

Noch nicht genug vom Märzenbecherwald?

Der Märzenbecherwald Ettenstatt ist natürlich nicht der einzige in Deutschland. Ebenfalls in Bayern, genauer gesagt bei Algersdorf im Nürnberger Land, gibt es einen etwa 1,5 Hektar großen Hang mit Märzenbechern. Am Schloss Grünau finden sich auch immer wieder Märzenbecher.
Ansonsten kennenwir noch den Märzenbecherwald bei Seibotenberg (Baden-Württemberg) oder zahlreiche kleinere Märzenbecherwälder in Österreich.

Märzenbecher Oberhochstatt Ettenstatt Altmühltal

Kanntet ihr das Phänomen Märzenbecherwald bereits? Wart ihr schon mal an einem solchen Ort? Wenn ja: An welchem und wie hat es euch gefallen? Gibt es andere blühende Wälder, die ihr empfehlen könnt? Ich freue mich über eure Kommentare und weitere Ausflugstipps!

Kerstin

Biber im Rohrachtal bei Treuchtlingen

Viele gefährdete Tierarten wurden einst vom Menschen ausgerottet und sollen sich nun wieder in das Ökosystem integrieren. Nachdem ihr diesen Satz gelesen habt, habt ihr bestimmt ein ganz besonderes Tier im Kopf – wahrscheinlich den Wolf, über den die letzten Jahre immer wieder heiß diskutiert wird oder den ebenfalls umstrittenen Luchs. Bei uns in der Region ist das ein viel kleineres Tier, das momentan dabei ist, sich seine alte Heimat zurückzuerobern – der Biber.

Der Biber lebte einst in fast ganz Europa und in weiten Teilen Asiens. Heute ist das kleine Tierchen eine Rarität geworden. Viele von euch haben einen Biber sicher noch nie in freier Wildbahn gesehen. Aber das kann sich jetzt ändern. Grund dafür ist der Rohrachmäander bei Wettelsheim.

Was ist denn der Rohrachmäander?

Das Wort setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Rohrach ist der Name des Flusses, der in der Nähe von Treuchtlingen, genauer gesagt nahe Wettelsheim fließt. Ein Mäander ist eine Landschaftsform, die an Flüssen entsteht. Viele aufeinanderfolgende Bögen und Schleifen eines Bachs werden als Mäander bezeichnet.

Wirtshaustour Biber Rohrachtal

Dabei entstand der Rohrachmäander erst in den letzten Jahrzehnten – und zwar durch die Kanalsysteme und Dämme der Biber. In der Gegend leben seitdem zahlreiche geschützte und seltene Tierarten – Libellen, Kröten und allerhand gefiederte Freunde. Ein kleines Paradies, das so gar nicht zu den Landschaften, die wir heute kennen, passen will. Denn die Gegend wirkt auf den ersten Blick chaotisch und verwüstet. Dabei steckt hinter jedem noch so kleinen Ästchen, das wüst über den Bachlauf liegt, Logik.

Seit 1990 gilt das etwa 4,5 Hektar große Land als „geschützter Landschaftsbestandteil Bayerns“.

Was ihr über Biber wissen solltet

Biber gelten als Europas größte Nagetiere. Die Säugetiere werden etwa 1,30 Meter lang, davon nimmt etwa 30 Zentimeter der typische Biberschwanz ein. Sie können bis zu 14 Jahre alt werden und sind dämmerungs- und nachtaktiv. Wundert euch also nicht, wenn ihr tagsüber keinen oder nur wenige Biber zu Gesicht bekommen solltet – die leben hier wirklich, schlafen aber vermutlich gerade ;)

Wenn ihr Lust auf einen Ausflug ins „Bibertal“ bekommen habt, kann ich euch noch einen etwa 20 Kilometer langen Wanderweg empfehlen. Dieser lässt sich durch Bushaltestellen gekonnt abkürzen – alle Infos zum Rundweg und den Haltestellen findet ihr auf der Seite des VGN.

Wirtshaus-Tour Wettelsheim

Ansonsten freue ich mich, wenn ihr meinen Altmühltaltipp weitersagt und fleißig kommentiert. Habt ihr schon mal einen Biber gesehen? Wenn ja: Wo? Und kanntet ihr den Rohrachmäander bei Treuchtlingen bereits? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!
Kerstin

Mandel-Vanille-Blechkuchen

Es ist Frühlingsanfang – zumindest auf dem Kalender. In Wirklichkeit ist es seit dem vergangenen Wochenende alles andere als frühlingshaft. Schnee und Kälte haben die Landschaft bedeckt. Und nachdem Weihnachten und die Plätzchenzeit nun doch schon ein wenig länger her sind, haben wir wieder Lust auf Mandeln und Vanille bekommen. Und auf Blechkuchen.
Das super einfache Rezept, das aber dennoch einfach super schmeckt, möchte ich euch hier gern vorstellen.

Was ihr für den Teig braucht

250 g Butter
200 g Zucker
6 Eier
3 EL Kakao
150 g Mehl
1 Päckchen Backpulver

Was ihr für die Vanille-Creme braucht

2 Becher Schmand
2 Becher Schlagsahne
2 EL Zucker
2 Päckchen Paradiescreme Vanillegeschmack

Was ihr für das Mandel-Topping braucht

150 g Butter
150 g Zucker
200 g Mandelplättchen

Und so einfach geht’s

Der Teig

1. Butter und Zucker schaumig schlagen
2. Eier und Kakao unterrühren
3. Mehl und Backpulver miteinander vermischen und in den Teig sieben
4. Teig auf ein gut eingefettetes und mit Semmelbröseln (zu hochdeutsch: Paniermehl ;)) bestreutes Blech geben.
5. Bei 170 Grad etwa 15-20 Minuten backen

Die Creme

Lässt sich prima machen, während der Kuchen bäckt.

1. 2 Becher Sahne und Cremepulver verrühren
2. Schmand und Zucker dazugeben.
3. Nachdem der Teig gebacken und ausgekühlt ist, gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen

Das Topping

1. Fett und Zucker im Topf schmelzen. Achtung: Erhitzt das Gemisch nicht zu schnell, da es sonst spritzt. Tipps zur Zubereitung findet ihr auch in meinem Nussecken-Rezept
2. Mandeln hinzugeben und karamellisieren lassen.
3. Leicht abkühlen lassen und anschließend auf der Creme verteilen. Achtung: Je länger die Mandeln trocknen, desto stärker kleben sie am Topf fest.

Fertig ist der perfekte Vanille-Mandel-Blechkuchen. Übrigens nicht nur für die kalte Jahreszeit, da der Geschmack ein wenig an Volksfest erinnert und durch das etwas säuerliche Topping auch prima bei etwas wärmeren Temperaturen schmeckt.

Habt ihr ein Lieblingsrezept für schnellen Blechkuchen? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!
Wenn ihr das Rezept mögt, teilt es gern! Egal ob auf Facebook, Pinterest oder WhatsApp :)
Kerstin

9 Kirchen in Eichstätt, die du kennen solltest

Eichstätt ist eine Bischofsstadt. Kein Wunder, dass es hier unzählige Kirchen gibt – und gab. Denn einige Gotteshäuser dienen heute ganz anderen Zwecken, etwa als Museum.
In diesem Beitrag stelle ich euch 9 dieser Kirchen vor und erkläre euch, was sie so besonders macht.

Eichstätt Dom

1. Der Dom

Klar: Die erste Kirche die euch wahrscheinlich in den Sinn kommt, wenn ihr an Eichstätt denkt, ist der Dom. Er befindet sich im Zentrum der Stadt, ist quasi das Herzstück Eichstätts.
Die Grundmauern dieser Kirche sollen bereits im 8. Jahrhundert entstanden sein. Besonders sehenswert finde ich persönlich den Kreuzgang. Der Innenhof, in dem einige frühere Bürdenträger bestattet sind, ist architektonisch ein kleines Highlight.

Dom Eichstätt Kreuzgang

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