15 Orte, die du in Salzburg gesehen haben musst

Wir haben ein verlängertes Wochenende im wunderschönen Salzburger Land verbracht – selbstverständlich durfte da auch ein Besuch der prachtvollen Grenzstadt Salzburg nicht fehlen. Denn obwohl ich im Winter 2011 schon einmal für einen kurzen Tag in Salzburg war, wollte ich mir die Stadt noch mal zur warmen Jahreszeit ansehen und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besuchen.

1. Schloss Mirabell

Einst am Stadtrand gelegen, heute aber mitten in der Altstadt befindet sich das Schloss Mirabell mit seinen prunkvollen Gärten. Den Marmorsaal und die Schlosskapelle solltet ihr euch keinesfalls entgehen lassen. Aber auch die Orangerie im Außenbereich ist ein Muss. Hier sind nämlich nicht nur exotische Pflanzen untergebracht, sondern auch mehrere Fische und Vögel sowie eine Schildkröte leben hier.

Salzburg Mirabell

2. Mönchsberg

Von Mirabell aus ist es nicht mehr weit zum Museum der Moderne. Zwar ist der Eintritt in das Museum in der SalzburgCard mit inbegriffen (mehr zur SalzburgCard lest ihr unten), der eigentliche Grund für unseren Besuch ist jedoch der Lift zum Mönchsberg, auch bekannt als Mönchsbergaufzug. Dieser befördert uns in 30 Sekunden 60 Meter nach oben auf den Berg, wo uns eine atemberaubende Aussicht über die gesamte Stadt erwartet.

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6 Ideen für deinen unvergesslichen Urlaub im Salzburger Land

Es ist noch nicht so lang her, dass wir das Salzburger Land in Österreich besucht haben. Eine wunderschöne Berglandschaft, viel Natur und einzigartige Sehenswürdigkeiten warten dort auf euch. Auch an wenigen Tagen lässt sich hier viel entdecken und erleben. Deshalb habe ich euch hier meine 6 Ideen für einen unvergesslichen Urlaub im Salzburger Land zusammengestellt. Über weitere Tipps freue ich mich natürlich – vergesst nicht, dazu den Beitrag zu kommentieren ;)

1. Gollinger Wasserfall

Die erste Station unserer kleinen Reise ist der Gollinger Wasserfall. 75 Meter stürzt das Wasser dort in die Tiefe. Schon auf dem Weg zum Kassenhäuschen hört man das Wasser den Berg hinunterrauschen. Nur wenige Meter nach dem Eingangsbereich führt uns ein schattiger Weg vorbei an einer kleinen Mühle. Der gesamte Weg ist zwar stufig, aber angenehm breit und lässt sich gut gehen. Nach nur wenigen Schritten erreichen wir bereits das Fußende des Wasserfalls. Hier sammeln sich die ersten Touristen, um Fotos vom Spekakel zu machen. Dabei ist das eigentliche Highlight noch etwas entfernt.

Gollinger Wasserfall

Denn der Fußweg führt entlang an einigen schönen Aussichtspunkten bis zum Ursprung des Wasserfalls, zur Quallhöhle. Dabei geht es sogar über die sogenannte Regenbogenbrücke, quasi einmal direkt über den Wasserfall. Besonders bei warmen Temperaturen sehr angenehm, da das Wasser hier in sehr kleinen Tröpfchen in der Luft schwebt. Das führt nicht nur zu einem kleinen Regenbogen, dem die Brücke ihren Namen verleiht, sondern sorgt auch für eine kleine Erfrischung ;)
Von ganz oben lässt es sich prima ins Tal hinabblicken. Ihr habt einen tollen Blick auf die Wallfahrtskirche Hl. Nikolaus.

Gollinger Wasserfall

Nicht für Kinderwägen  und Rollstuhlfahrer geeignet – Eintritt: 3 Euro Erwachsene, 1,50 Euro Kinder, 7,20 Euro Familienkarte (2 Erwachsene + deren Kinder) – Öffnungszeiten: April – Oktober 09:00 – 17:00 Uhr – Adresse: Wasserfallstraße 23, 5440 Golling

2. Salzachöfen am Pass Lueg

Ein weiteres beeindruckendes Naturdenkmal in der Nähe von Golling sind die Salzachöfen. Diese sind bei unserem Eintreffen deutlich weniger besucht als der Gollinger Wasserfall – aber definitiv nicht weniger beeindruckend. Hier treffen die Felswände von Tennen- und Hagengebirge aufeinander und lassen nur einen schmalen Durchgang für die Salzach, die an eine Klamm erinnern.

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11 TIPPS FÜR EUREN UNVERGESSLICHEN URLAUB IM ELSASS

Ihr wollt Urlaub im Elsass machen? Dann habe ich hier meine persönlichen Top 11 Tipps für euren Aufenthalt dort: Kultur bis zum Umfallen ;)

Über das Elsass

Wenn ihr an das Elsass denkt, habt ihr bestimmt ein ganz charakteristisches Bild der Region im Kopf: Eine verträumte Region mit vielen kleinen Fachwerkhäusern, Flüssen und Blumen. Weinberge, tolles Wetter und viel Grün.
Damit liegt ihr gar nicht so falsch – denn genau so habe auch ich die Region im Nordosten Frankreichs erlebt. Direkt an der deutschen Grenze gelegen säumt sich hier ein verträumter Ort an den nächsten. Eine tolle Region für euren Urlaub.
Wir selbst waren im frühen Herbst im Elsass im Urlaub. Die perfekte Zeit, wie wir danach feststellen mussten. Die Berge fangen langsam an, sich in zartes Gold zu färben, die satten Weintrauben hängen noch an den Weinbergen. Und das Wetter ist immer noch angenehm warm, sodass man die Zeit draußen prima nutzen kann.

Über unseren Aufenthalt

Unsere Reise führte uns Ende September vom Norden des Elsass in den Süden. Dafür hatten wir zwei Unterkünfte gebucht: Ein wunderschönes Hotel in Molsheim, einen kleinen Städtchen, das perfekt für unsere Reiseziele gelegen war – und eine kleine Unterkunft inmitten der Stadt Colmar, die zu den bekanntesten Städten der Region zählt.
Doch nun möchte ich euch die 11 tollsten Orte unserer Reise vorstellen – und hoffe, dass ihr sie genauso unvergesslich und wunderschön findet, wie wir.

1. Straßburg

Die Stadt ist (nicht nur für mich) die Hauptstadt des Elsass. Eine Stadtrundfahrt auf der Ill solltet ihr nicht versäumen. Außerdem ist ein Abstecher in den Stadtteil „Petite France“ ein echtes Muss. Schöne Fachwerkhäuser laden hier zum Schlendern ein.
Außerdem solltet ihr das wunderschöne Münster nicht verpassen. Ich war zwar noch nicht viel in der Welt unterwegs, das Rosettenfenster dort ist mir aber dennoch in Erinnerung gelieben. Im Münster selbst befindet sich eine Astronomische Uhr – ein echtes Spektakel, vor allem wenn man bedenkt, wie die Weltanschauung der Kirche zur Bauzeit des Münsters noch war.
Vor dem Münster befinden sich zahlreiche Straßencafés und Restaurants. Perfekt also, um die Sonnenstrahlen zu genießen und das Münster zu bestaunen.
Wenn ihr abseits des Touristenrummels noch eine weitere Kirche besichtigen wollt, solltet ihr unbedingt die Saint-Pierre-le-Jeune besuchen. Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 7. Jahrhundert und ist durch die wunderschönen Wandmalereien ein echter Hingucker!

Alle Infos zu Straßburg findet ihr übrigens in meinem Artikel „Straßburg an einem Tag“.

strassburg

2. Chateau Fleckenstein

Im Norden von Elsass, kurz nach der deutschen Grenze, befindet sich die Burg Fleckenstein. Eine Burg, die vor allem mit Kindern ein echtes Highlight ist. Liebevoll gestaltet führt der Rundweg durch das Areal. Hier könnt ihr euch selbst auf den Thron setzen, Geister in geheimen Gängen entdecken und natürlich die atemberaubende Aussicht über die Berge genießen. Ein echtes Muss!
Dabei ist das Chateau gar nicht so unbedeutend: Die Burg in den Vogesen trotzt bereits seit knapp 900 Jahren sämtlichen Witterungen und hielt durch ihre einzigartige Bauweise zahlreiche Angreifer ab. Sie ist komplett in Sandstein gehauen. Die Spuren der Zeit lassen sich an einigen Stellen sehr gut erkennen. Ihr solltet also unbedingt die Augen offen halten, wenn ihr dort unterwegs seid.

PS: Rund um das Chateau Fleckenstein führt ein kleiner Wanderweg für Kinder. Im Wald lassen sich kleine Trolle entdecken, die die Burg einnehmen wollen. Auch für uns Erwachsene eine gelungener Spaß ;)

Ruine Chateau Fleckenstein Elsass

3. Fort de Schoenenbourg

Ebenfalls im nördlichen Elsass befindet sich die Mignon-Linie. Ein Verteidigungssystem aus dem 2. Weltkrieg, das sich unterirdisch über nahezu 3 Kilometer erstreckt. Sehr interessant und lehrreich, aber auch ziemlich kühl. In den Bunkern hat es ganzjährig 12°C. Denkt also vor allem in den warmen Sommermonaten daran, euch eine warme Jacke mitzunehmen. Außerdem solltet ihr ausreichend Zeit im Gepäck haben. Die angegebenen zwei Stunden durch das komplette Bunkersystem braucht ihr auf jeden Fall.

Schönenbourg

4. Kloster St. Odilienberg

Inmitten der Vogesen befindet sich das Kloster St. Odile. Ein toller Gebäudekomplex, der vor allem im Herbst wunderschön ist. Hier finden sich mehrere kleine Kapellen, die prunkvoll gestaltet sind. Genießt auch den schönen Ausblick über die komplette Gegend.
Ein echter Geheimtipp ist der Kreuzgang. Er geht um das Kloster herum und ist aus Mosaiksteinen in die Felsen gearbeitet. Ihr solltet auch einen Blick auf die Odilienquelle werfen. Der Legende nach fand die Hl. Odile auf ihrem Weg zum Berg eine leprakranke Bettlerin, die großen Durst hatte. Sie klopfte mit ihrem Gehstock auf den Boden, woraufhin sich die Odilienquelle öffnete. Heute pilgern dort zahlreiche Wallfahrer hin. Das Wasser soll bei Augenkrankheiten helfen.
Auf dem Kloster gibt es übrigens auch ein Restaurant für den kleinen oder großen Hunger.

5. Wandern in den Weinbergen

Hier lässt es sich wunderbar spazieren gehen. Einige Winzer bieten sogar geführte Touren durch ihre Weinberge an – mit anschließender Verkostung. Aber auch ohne Führung ist ein Spaziergang durch die Weinberge ein echtes Muss und – auch wenn es für euch vielleicht nicht danach klingen mag – auf jeden Fall abwechslungsreich. Perfekte Jahreszeit hierfür: Ebenfalls der Herbst. Die letzten Weinreben hängen noch an den Stöcken und das Laub hat sich bereits schön bunt verfärbt. Eine ganz besondere Stimmung liegt hier.

Weinberge Elsass wandern

6. Affenpark La Montagne des Signes

Ebenfalls ein Highlight – ob mit oder ohne Kinder – ist der Affenpark La Montagne des Signes unweit der Königsburg. Hier könnt ihr Affen mit Popcorn füttern und sie beobachten. Außerdem werden regelmäßig kleine Vorträge von den Mitarbeitern gehalten (auch in Deutsch!) und man kann die Fütterung der Affen beobachten. Ein kleines Spektakel, denn hier lässt sich die Rangordnung unter den Affen besonders gut sehen.
Von hier aus habt ihr auch einen sehr schönen Blick auf den nächsten Tipp im Elsass.

Affenpark Elsass

7. Haut Königsburg

Das Wahrzeichen von Elsass ist die Hochkönigsburg. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebäude unweit von Schlettstadt komplett renoviert, saniert und teilweise neu aufgebaut. Das sorgt dafür, dass die Königsburg besonders sauber und neu wirkt – fast ein bisschen wie eine Filmkulisse. Die Ausstellungsstücke darin sind dennoch meist sehr alt. Hier befindet sich übrigens auch das älteste Weinfass im Elsass.

Haut Koenigsbourg Elsass Wahrzeichen

8. Cascade de la Serva

Ihr wollt echte Wasserfälle sehen und die Natur fernab vom Touristentrubel genießen? Dann nichts wie ab zu den Cascade de la Serva. Hier gibt es leider keinen offiziellen Besucherparkplatz, allerdings kann man im Örtchen Natzwiller gut parken. Der Weg zu den Wasserfällen ist leider auch nicht so gut ausgeschildert und an vielen Stellen nicht unbedingt schön. Dennoch lohnt sich der Weg dorthin auf jeden Fall!
Sobald ihr dann aber am ersten Wasserfall angekommen seid, solltet ihr nicht gleich kehrt machen – denn wirklich spektakulär werden die Wasserfälle erst, wenn ihr weiter nach oben geht. Hier gibt es dann auch eine Parkbank, von der aus ihr nach unten entlang des Wasserfalls blicken könnt.

Cascade de la Serva

9. Kloster Murbach

Im Süden von Elsass befindet sich die Benediktinerabteil Murbach. Die Kirche in dem Örtchen ist etwas Besonderes: Es gibt nur die beiden Türme und kein Kirchenschiff. An der Stelle, an der einst das Kirchenschiff stehen sollte, befindet sich heute ein Friedhof. Wenn ihr in Murbach seid, solltet ihr auch nach oben zur Kapelle gehen. Von dort aus habt ihr einen tollen Ausblick auf die Kirche des Klosters. Hier ist auch das Foto entstanden.
Direkt bei den Parkplätzen vor dem Kloster gibt es außerdem einen schönen, mittelalterlichen Garten. Der ist mit kleinen Schiefertäfelchen beschriftet, auf denen tolle Zeichnungen zu sehen sind. Eine kleine Perle mitten im Elsass.

Kloster Murbach Elsass

10. Mühlhausen

Die südlichste Stadt im Elsass ist bekannt als Textilstadt. Hier gibt es auch viele Fassadenmalereien und westlich der Stadt ein riesiges Elektrikmuseum, das vorwiegend für Kinder ein echtes Erlebnis ist: Das Électropolis. Wenn euch das weniger zusagt, besucht doch das Stoffdruckmuseum in der Stadt.

11. Elsässer Flammkuchen

Last but not Least: Das wohl bekannteste Gericht aus dem Elsass – Flammkuchen. Klassisch isst man sie zwar mit Zwiebeln und Speck, in vielen Lokalen könnt ihr aber zusätzlich Münster Käse oder leckere Champignons auf euren Flammkuchen bestellen. Einige Gaststätten haben sogar eigene Kreationen für das Kultgericht.
Dazu passt Weißwein – am besten aus den Elsässer Weinbergen. Ein echter Gaumenschmaus ;)

Ich hoffe, damit steht eurem perfekten Urlaub im Elsass nichts mehr im Weg. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte und Meinungen und freue mich über weitere Tipps rund ums Elsass! Hinterlasst mir doch gern ein Kommentar :)
Kerstin

COLMAR

Habt ihr in der kalten Jahreszeit auch Lust auf Urlaubsfeeling? Das ist der Grund, weshalb ich noch mal über unseren Urlaub im Elsass schreibe.
Die letzten beiden Tage unseres Aufenthalts verbrachten wir in Colmar. Einer kleinen, aber feinen Stadt mit tollem Stadtkern und – wie auch Straßburg: Mit vielen schönen Fachwerkhäusern. Dabei ist auch Colmar ein echter Touristenmagnet. Läuft man über die Straßen hört man sehr viele deutsche Wortfetzen. Teilweise sogar mehr deutsche als Französische oder Englische.

Wohin in Colmar?

Ein echtes Must-Seen in der Stadt ist das so genannte Klein-Venedig (Petite Venise). Der Stadtteil liegt direkt an schmalen Kanälen und erinnert mit seinen bunten Häuschen an sein Vorbild Venedig. Hier lebten einst Winzer, Gärtner und Fischer. Daher sieht das Stadtviertel heute noch ziemlich ländlich aus.
Direkt in Klein-Venedig befindet sich auch die Markthalle. Wenn ihr also Lust auf Wein, französisches Gebäck, Käse oder Wurstwaren habt: Nichts wie dorthin.

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Ein besonders schönes Gebäude, das wir bei unserem Weg durch die Stadt entdeckt haben, ist das Pfisterhaus. Die Erker und Wandmalereien sind ein echter Hingucker. Es gilt als erstes Beispiel für die Renaissance in der Colmarer Architektur.

Danach solltet ihr euch unbedingt leckere Macarons oder französisches Gebäck gönnen. Am besten sind die Macarons der Patisserie Richon. Die eignen sich hübsch verpackt auch prima als Mitbringsel!

STRAßBURG AN EINEM TAG

Diesen Herbst hieß es für uns: Ab ins Elsass. Die perfekte Zeit, wie wir feststellen mussten. Denn die Bäume sehen so unglaublich schön aus, wenn sie sich langsam gelb, orange und rot verfärben. Gemeinsam mit der Landschaft ein echtes Wow-Erlebnis. Denn das Gebiet liegt direkt an den letzten Ausläufern der Vogesen. Wunderschöne Hügel und Berge, die zur Sonnenseite hin mit unzähligen Weinreben bepflanzt sind. Allein dafür ist es schon wert, nach Frankreich zu fahren.

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Wir hatten zahlreiche interessante Orte auf dem Programm – aber beginnen wollten wir mit der wohl bekanntesten Stadt im Elsass – Straßburg. Denn die Europahauptstadt, wie sie auch genannt wird, hat einige interessante Orte zu bieten. Aber alles der Reihe nach.

Wann gehörte Straßburg zu Deutschland?

Als wir unseren Freunden und Bekannten erzählten, dass wir ins Elsass fahren und uns Straßburg ansehen, waren einige – besonders die älteren darunter – verwirrt. „Also doch Urlaub in Deutschland?“, meinte ein Bekannter augenzwinkernd, nachdem wir zuvor erzählt hatten, dass es dieses Mal weiter weg gehen sollte. Klassischerweise finden unsere Urlaube nämlich nicht zu weit entfernt von unserer Komfortzone statt ;)
Je mehr man sich mit der Frage beschäftigt, wann Straßburg zu Deutschland gehörte und wann zu Frankreich, desto mehr erkennt man, dass es gar nicht so verwunderlich ist, dass hier Durcheinander herrscht. Denn Straßburg wechselte immer wieder zwischen deutscher und französischer Herrschaft. Ursprünglich handelt es sich nämlich bei den Elsässern um einen deutschen Stamm. Zum Dreißigjährigen Krieg wurde das Elsass allerdings an Frankreich gegeben, um den Rhein als „saubere Staatsgrenze“ festzulegen. Nach dem deutsch-französischen Krieg gehörte Straßburg zu Deutschland, nach dem 1. Weltkrieg war es wieder Französisch. Während des zweiten Weltkriegs wurde es wieder deutsch, bis es nach dem 2. Weltkrieg letztendlich wieder Frankreich zugesprochen wurde.
Ende vom Lied: Straßburg gehört nun seit 1944 wieder zu Frankreich und ist seither das Zeichen europäischer Aussöhnung. Daher also auch die Bezeichnung „Europastadt“.

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Straßburg – Wo parken?

Unser Hotel lag nicht direkt in Straßburg, sondern in Molsheim. Das Hôtel du Centre war eine tolle Alternative, da wir von dort aus sämtliche Orte, die auf unserer Liste standen, bequem erreichen konnten. Außerdem gab es dort ein super leckeres Frühstücksbuffet.
Daher wählten wir einen Parkplatz bei einem Park And Ride. Von dort aus lässt es sich bequem ins Straßburger Zentrum fahren – und das noch kostengünstig. Vom Parkplatz Baggersee aus ist es möglich, ein Ticket zu lösen, mit dem sowohl der Transfer für bis zu 7 Personen, als die Parkgebühren enthalten sind – Mit 4,10 Euro pro Tag ein echtes Schnäppchen!

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Straßburg – Was muss man sehen?

Erst mal vorneweg: Straßburg zu erkunden ist an einem Tag durchaus möglich. Unser erster Gang war daher zur Bootsverwaltung direkt neben dem Münster. Hier könnt ihr Stadtrundfahrten auf der Ill buchen. Das Tolle daran: Die Boote sind mit Audiosystemen ausgestattet. Einfach den passenden Kanal wählen und ihr bekommt die Infos in eurer Sprache – selbstverständlich auch auf Deutsch. Wir haben uns für einen Termin am Nachmittag entschieden, da das Wetter bis dahin besser sein sollte. Da nachmittags der Andrang für solche Rundfahrten allgemein größer ist, möchte ich euch unbedingt empfehlen, die Tickets möglichst bald zu kaufen und auch pünktlich an der Anlegestelle zu sein.

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Das Münster ist ein Bauwerk, das aus dem Sandstein der Vogesen gefertigt wurde und von außen sehr imposant wirkt. Wie die meisten Kathedralen zu dieser Zeit, ist auch das Liebfrauenmünster von innen leider sehr dunkel, aber dennoch sehenswert. Rechts vom Altar befindet sich nämlich die Astronomische Uhr. Ja, richtig gelesen – eine Astronomische Uhr in einem kirchlichen Gebäude. Die gibt es dort bereits seit dem 16. Jahrhundert, ein Vorgängermodell dazu, das sich ebenfalls mit den Gestirnen befasste, wurde im 14. Jahrhundert entwickelt.
Apropos: Die Astronomische Uhr ist weltweit die einzige Uhr, die 13:00 Uhr schlägt.

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Danach ging es nach Le Petite France. Das kleine Frankreich ist eine Siedlung, die aus dem Bilderbuch stammen könnte. Zahlreiche kleine Fachwerkhäuser mit angeschlossener Gastronomie laden zum Verweilen ein. Dabei ist die Gegend mit zahlreichen Blumen dekoriert.
Besonders bekannt und nicht zu übersehen ist die Maison des Tanneurs. Die ehemalige Gerberstube beherbergt heute ein Restaurant.

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Von hier aus ist es nicht mehr weit zu den Ponts-Couverts, den gedeckten Brücken. Dabei handelt es sich um einen Überbleibsel der Stadtmauer. Noch heute kann man die Brücken am Ill schließen. Geht unbedingt in die Ponts-Couverts und dann ganz nach oben. Von hier aus habt ihr einen tollen Ausblick über Straßburg.

Mein absoluter Geheimtipp für euren Trip ist Saint-Pierre-le-Jeune. Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 7. Jahrhundert und das Gebäude ist von innen wunderschön bemalt. Es erinnert fast ein wenig, an ein altes, mittelalterliches Herrschaftshaus. Wirklich toll ist auch der Kreuzgang der Kirche: Er stammt aus dem 11. Jahrhundert. In der Saint-Pierre-le-Jeune lässt sich abseits vom großen Touristenrummel Geschichte bestaunen.

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Nach einem so abwechslungsreichen Tag stellt sich nur noch die Frage, was es Abends zu essen gibt. Und da sind wir uns schnell einig: Nahe dem Münster haben wir ein tolles Lokal gefunden, in dem wir Elsässer Flammkuchen essen und leckeren Wein aus der Region trinken.

Ein schöner Tag in Straßburg geht zu Ende.

Wart ihr schon mal in der Stadt und habt noch weitere Tipps? Ich freue ich auf eure Kommentare!
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Kerstin

UNTERWEGS IN OBERÖSTERREICH (Gastbeitrag)

Wenn man außerhalb Österreichs erzählt, man ist von Oberösterreich, blickt man meist in fragende Gesichter. Und das, obwohl Oberösterreich landschaftlich so viel zu bieten hat. So viel, dass ich euch nur meine Lieblingsplätze präsentieren kann und die befinden sich (fast) alle in der Berggegend im Salzkammergut. Unsere Berge sind zwar nicht so hoch wie in Tirol, aber dennoch eindrucksvoll und unsere Seen zwar nicht so groß wie der Bodensee, aber mindestens genauso einzigartig.
Um euch Oberösterreich ein bisschen näher zu bringen, hier meine 6 Lieblings-Ausflugsziele:

1. Dachsteingebirge
Egal von wo aus man den Dachstein, den höchsten Berg Oberösterreichs, betrachtet, es ist immer spektakulär. Eine Fahrt auf den Dachstein oder den Krippenstein lohnt sich aber doppelt – denn der Ausblick ist einfach traumhaft. Es gibt eine Gondel auf den Krippenstein, wo man auch die Mammuthöhle und eine Eishöhle betrachten kann. Am Krippenstein gibt es für Touristen viele Aktivitäten und für Kinder einen kleinen Spielplatz. Am Dachstein selbst kann man von der Ramsau mit der Gondel hinauffahren. Oben findet man eine Hängebrücke, den Gletscher und Eisskulpturen.

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2. Gosausee
Mein absoluter Lieblingsplatz in Oberösterreich ist der Gosausee. Der Gosausee liegt inmitten der Berge und die Spiegelung vom Dachstein im Wasser fasziniert mich immer wieder. Der See ist übrigens im Sommer und im Winter schön – im Winter friert er aber meist zu und hat weniger Wasser.

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3. Hallstatt
Hallstatt ist wohl der berühmteste Ort in Oberösterreich, spätestens seitdem bekannt wurde, dass die Chinesen den Ort detailgetreu nachgebaut haben. Inmitten der Berge auf einem Hügel gebaut hat der Ort seinen speziellen Reiz. Leider wissen das auch viele Touristen und deswegen ist Hallstatt ziemlich überlaufen, vor allem mit Touristen aus dem asiatischem Raum. Dennoch ist der Ort sehr sehenswert. Für Kinder ist das Salzbergwerk ein Highlight.

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4. Traunsee & Gmunden
Gmunden am Traunsee mag ich wirklich sehr gerne. Erstens weil ich viele Erinnerungen meiner Kindheit damit verbinde und zweitens weil der See als Ausflugsziel einfach einlädt. Eis essen, Treetboot fahren, Schloss Orth besuchen oder einfach nur die Aussicht auf den See und den Traunstein genießen, hier gibt es vieles zu tun.

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5. Traunfall
Ein besonderer Naturjuwel ist für mich der Traunfall, ein kleiner Wasserfall nahe Gmunden, der eine ganz eigene Stimmung hat.

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6. Schiederweiher in Hinterstoder

Ein weiteres wunderbares Stück Natur findet sich in Hinterstoder. Der Schiederweiher lädt zu einer Wanderung ein. Ich war bisher nur einmal im Winter dort, wo sich der Schiederweiher als wahres „Winterwonderland“ präsentiert hat, habe aber geplant, diesen Sommer dort wandern zu gehen.

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Linz
Unsere Hauptstadt ist übrigens Linz und auch diese ist sehenswert. Am Pöstlingberg die Aussicht genießen, an der Donau entlang spazieren oder in der Altstadt einen Kaffee trinken – vor allem in den letzten Jahren hat sich vieles in Linz zu richtigen Hotspots entwickelt.

Sabrina von www.smilesfromabroad.at eröffnet unsere Reise quer durch Deutschland :) Hier stellen Blogger ihre Heimat vor und zeigen, wie nah die schönen Orte doch oft sein können.
Wenn du an der Aktion noch teilnehmen möchtest, melde dich einfach per Mail unter k.siebentritt@web.de

Sabrina schreibt auf ihrem Blog über tolle Reiseziele rund um die Welt und gibt tolle Tipps, damit euer Urlaub genau so atemberaubend wird wie ihrer. Schaut doch mal auf ihrem Blog vorbei – tolle Hilfestellungen und wunderschöne Fotos warten auf euch! ;)