Anlauterquelle

Einer der Zuflüsse der Altmühl ist die Anlauter. Sie entspringt einer Quelle nahe Geyern und fließt dann über Nennslingen, Gersdorf, Bechthal, Titting und Emsing durch zahlreiche Mühlen, bis sie schließlich Teil der Schwarzach wird und bei Kinding in die Altmühl mündet.

Die Anlauterquelle

Das besondere an der Anlauterquelle ist, dass sie inmitten des Juragebietes entspringt. Diese Region ist eigentlich eher dafür bekannt, sehr trocken zu sein. Das merkt man vor allem in den Sommermonaten, wenn es längere Zeit nicht geregnet hat.

Anlauterquelle

Nur unweit vom Quellgebiet entfernt (etwas nördlich) verläuft die Europäische Wasserscheide. Diese könnt ihr zum Beispiel nahe Treuchtlingen selbst speisen – ich habe euch den Ort schon mal als Altmühltal-Tipp vorgestellt.

Die Anlauterquelle ist ein sehr idyllischer Ort. Auch wenn sie sich direkt an der Straße befindet und sich rückwärtig ein großer Gebäudekomplex von Raiffeisen-Agrar befindet, wird sie von zahlreichen Bäumen und Sträuchern behütet und bietet deshalb Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Besonders der Flohkrebs findet sich hier wohl. Aber ihr könnt auch Fische und Frösche in dem kleinen Teich beobachten.

Wasserstollen

Die Anlauter führt danach südöstlich in Richtung Nennslingen. Unweit der Anlauterquelle befindet sich ein alter Wasserstollen, der wahrscheinlich schon von den Kelten errichtet wurde. Er verläuft fünf Meter unter der Erdoberfläche bis nach Geyern. Hier wurde einst Trinkwasser gespeichert. Eine gute und vor allem praktische Erfindung, denn besonders in den Sommermonaten war das oft knapp. Der Stollen kann leider nicht besichtigt werden.

Anlauterquelle

Die Anlauter

Der Fluss ist für seine hohe Selbstreinigungskraft bekannt. Das bedeutet, dass er durch seine Naturnähe eine sehr gute Wasserqualität besitzt und Keime und Bakterien schnell ausfiltern kann. Deshalb sind auch vereinzelte Einleitungen aus Kläranlagen in den Fluss möglich.

Entlang der Anlauter befinden sich zahlreiche Mühlen – nicht nur Getreidemühlen sind darunter, sondern auch solche für Papier oder Sägemühlen. Noch heute ist es eine tolle Idee, der Anlauter entlang ihrer malerischen Mühlen zu folgen. Besonders sehenswert ist der Abschnitt zwischen Schwabenmühle und Tafelmühle (letztere befindet sich zwischen Bürg und Titting).

Kanntet ihr die Anlauterquelle bereits? Habt ihr noch andere Tipps in ihrer unmittelbaren Umgebung? Ich freue mich über Kommentare.
Kerstin

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