WETZLAR

Wir haben vorletzte Woche eine wunderschöne Fachwerkstadt in Hessen besucht. Das kleine Städtchen Wetzlar ist nicht nur architektonisch ein echter Hingucker, sondern gilt auch als Hochtechnologiestandort. Hier produzieren Unternehmen wie Zeiss und Leica. Außerdem befindet sich das Grab von Karl Wilhelm Jerusalem im Wetzlarer Rosengärtchen – er und sein Suizid waren einst Vorlage für Goethes Werther.

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In Wetzlar selbst finden sich zahlreiche Fachwerkhäuser mit kleinen Geschäften, Wirtshäusern und Museen. Beim Stadtspaziergang kommt man an einem der ersten Fotomotive von Oskar Barnacks Ur-Leica vorbei: dem Eisenmarkt. Den fotografierte er 1913. Noch heute findet man an der Stelle, an der er einst für das Foto stand, einen Abzug der bekannten Fotografie.
Wer mehr über die Fotografie und die Leica lernen möchte, ist im nahe gelegenen Leitz-Park an der richtigen Adresse. Hier befindet sich seit einigen Jahren die Leica-Erlebniswelt mit einzigartigen Fotoapparaten und Fotografien.

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In Wetzlar selbst sollte man auf keinen Fall den Goethe-Brunnen verpassen. Er ist unweit des Rosengärtchens, einer von vielen Parkanlagen, genauer gesagt ein ehemaliger Friedhof. Er erinnert an Goethes Werther, den er in der Stadt geschrieben hat.

Ein weiteres Muss auf der Liste ist der Wetzlarer Dom. Im weitesten Sinn ist er eine Kirche in der Kirche, da das Gemäuer aus rotem Sandstein nur um die altromanische Kirche gebaut wurde. Das wurde gemacht, um die Kirche während der Umbauphase weiterhin benutzbar zu machen. Leider wurde der Umbau Ende des 15. Jahrhunderts eingestellt. Daher erkennt man noch heute beide Kirchenschiffe.

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Für den perfekten Blick über die Stadt geht es hoch hinaus auf Kalsmunt. Aber Achtung: Der Weg dorthin ist sehr schlecht beschildert. Während wir fälschlicherweise die Straße entlang durch ein Siedlungsgebiet nach oben gelangt sind, geht der eigentliche Weg durch ein Firmengelände und dann über die Wiese hinauf. Egal wie ihr dorthin gelangt – oben hat sich der Weg allemal gelohnt.
Kalsmunt ist die Ruine einer Reichsburg, die man noch heute besteigen kann. Im Inneren der Ruine befindet sich ein Treppenhaus, das bis nach oben auf das Dach des Turms führt – von dort aus bietet sich ein spektakulärer Ausblick.

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Zwischen Wetzlar und Gießen liegt das Biebertal. Hier finden sich ebenfalls zwei Burgruinen nahe dem Örtchen Vetzberg, die definitiv einen Besuch wert sind. Besonders die in Vetzberg selbst ist ein echtes Highlight: Hier könnt ihr noch die Grundmauern der ehemaligen Burg sehen. Und auch hier ist es möglich, auf den Turm zu steigen. Das dürft ihr nicht verpassen!

burgruine-vetzberg-biebertal

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

7 Gedanken zu “WETZLAR

  1. Julia Queißer schreibt:

    Schöne Bilder hast du gemacht. Man kann sich die Stadt gut vorstellen. Da bekommt man gleich Lust drauf, die selber zu erkunden und kennenzulernen.

    Freue mich auf weitere vorstellungen von dir.

    Liebe Grüße
    Julia

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  2. Johannes Hofmeister schreibt:

    Ich komme ja aus Hessen und habe lange in Marburg gelebt, da ist mir natürlich auch Wetzlar ein Begriff. Ein Tagesausflug in diese Stadt lohnt sich allemal. Nicht weit von der Burg Vetzberg ist auch die Burg Gleiberg, von der man ebenfalls einen tollen Überblick über die ganze Region hat. Ebenso der Dünsberg, auf dem sich ein Aussichtsturm befindet. Marburg kann ich übrigens auch sehr empfehlen und ebenso das nahe gelegene Amöneburg. Mittelhessen hat schon einiges zu bieten.

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    • altmuehltaltipps schreibt:

      Hallo Johannes,
      Danke für die vielen Tipps! 🙂 In Marburg war ich auch schon mal, ist tatsächlich eine sehr schöne Stadt. Allerdings ist das schon etwas länger her und ich hatte damals leider keine Kamera dabei …
      Aussichtstürme finde ich auch immer eine tolle Sache. Da kann man sich einen richtigen Überblick über die Region verschaffen und der Aufstieg lohnt sich meistens 😉

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