REGENSBURG (Gastbeitrag)

Diesmal entführe ich euch für die tolle Blogparade „Einmal quer durch Deutschland“ nach Regensburg.

Regensburg ist meine Heimatstadt und eine meiner Lieblingsstädte in Deutschland.  Einst war sie eine blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches – mittlerweile ist sie eine der besten erhaltenen mittelalterliche Großstädte und auch seit 2006 UNESCO-Welterbe.

 Regensburg Dom

Die Altstadt von Regensburg

Bei schönem Wetter durch die Altstadt schlendern, gehört für mich zu einem absoluten Muss in Regensburg. Diese lässt sich gut selbst zu Fuß erkunden, doch auch eine Stadttour kann ich nur empfehlen. Zu den schönsten und originellsten gehören für mich die Führungen der Stadtmaus.

Die Stadtmaus bietet Erlebnisführungen und Genussabenteuer an. Zweiteres habe ich leider noch nicht gemacht, doch die Erlebnisführungen waren sehr spannend und interessant. Speziell geschulte Schauspieler und Stadtführer führen durch die verschlungenen Gassen von Regensburg und machen eine sonst etwas “trockene” Stadtführung zu etwas Besonderem.

Neupfarrplatz

Der Neupfarrplatz liegt mitten im Herzen von Regensburg. Die zwei bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind das Document Neupfarrplatz und die Neupfarrkirche. Hier herrscht auf jeden Fall immer ein reges Treiben, da sich dort auch der Kaufhof mit vielen Geschäften und Cafés/Eisdielen befindet. Weiter geht es zum Domplatz.

Domplatz

Der Domplatz ist wohl der bekannteste Platz Regensburgs, da der Dom die Hauptattraktion von Regensburg sein dürfte. Der Domplatz besteht besser gesagt aus zwei verschiedenen Plätzen, die jedoch inzwischen gemeinsam den Domplatz bilden. Den Dom St. Peter würde ich natürlich bei einem Besuch in Regensburg besichtigen – dieser zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Gotik in Bayern! Falls ihr mehr über den Domplatz und seine spannende Geschichte erfahren wollt, kann ich euch die Tourismusseite der Stadt empfehlen. Vom Domplatz aus gehen wir Richtung Kohlenmarkt und Haidplatz.

Haidplatz

Der Haidplatz ist einer der ältesten und traditionsreichsten Plätze. Besonders schön ist der Lucreziamarkt in der Adventszeit, der auf dem ganzen Platz aufgebaut wird und bis zum Kohlenmarkt geht. Im Sommer sind vor allem die Freiplätze im Goldenen Kreuz empfehlenswert.

Bismarckplatz

Der Bismarckplatz ist der „kommunikativste“ Platz Regensburgs. Hier ist dank dem Stadttheater ein Haupttreffpunkt von Mensch und Kultur. Vor allem bei Studenten ist der Platz im Sommer sehr beliebt und deshalb meistens wirklich voll. Sehr zu empfehlen ist hier ein Essen in der Filmbühne!

Ausflugsziele rund um Regensburg

Von Regensburg aus lassen sich viele tolle Ausflüge in die nähere Umgebung machen. Eine sehr beliebte Unternehmung ist eine Schifffahrt auf der Donau zur Walhalla, einem der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler des 19. Jahrhunderts. Viele Wanderwege und Radtouren starten in Regensburg oder führen durch die Stadt in das Umland  z.B. der Altmühltal-Panoramaweg oder der Donauradweg.

Abensberg, die Kelheimer Befreiungshalle und das Kloster Weltenburg zählen auch zu den meistbesuchtesten Touristenattraktionen in der Umgebung.

Dinge, die man in Regensburg machen muss

  • Einmal über die steinerne Brücke nach Stadtamhof spazieren
  • In einen Biergarten gehen (Tipp: Unter den Linden)
  • Die Stadtmaus am Haidplatz suchen
  • Eine Bratwurstsemmel der Regensburger Wurstkuchl genießen
  • Sich durch die Eisdielen durchprobieren

Mein persönlicher Geheimtipp

Sehr zu empfehlen ist ein Besuch des botanischen Gartens an der Uni Regensburg. Hier findet ihr viele schöne Plätze in der Natur, an denen ihr entspannen könnt. Außerdem ist der Eintritt kostenlos 😉

Sophia bloggt auf Sophias Welt über das Reisen und erkundet wunderschöne Orte rund um die Welt. Bevor ihr euren nächsten Urlaub plant, solltet ihr daher unbedingt auf ihrem Blog vorbei klicken – hier ist nämlich von Städtereisen bis hin zum Wanderurlaub für jeden was dabei.

Kulturtage Nassenfels 2017

Die 13. Kulturtage in Nassenfels sind vorbei – da wir dieses Jahr gleich zweimal dort waren, wird es Zeit für einen kleinen Rückblick 😉

Die Kulturtage in Nassenfels sind ein Event, das wir uns meistens schon weit vor August im Kalender anmarkieren. Jedes Jahr treten dort zahlreiche Kabarettisten und Künstler auf, die die Veranstaltung zu einem echten Pflichttermin machen. Dieses Jahr hat es uns am Freitag zu Hannes Ringlstetter und am Sonntag zu Martina Schwarzmann verschlagen.

Bei Martina Schwarzmann waren wir bereits 2014 und waren total begeistert. Umso schöner, dass ihr Auftritt auch dieses Jahr wieder ein echtes Highlight war. Die Zeit verflog nahezu und die Lacher waren quasi schon vorprogrammiert.

Anders war es hingegen bei Hannes Ringlstetter. Denn wer Lesen kann ist klar im Vorteil. Wir waren der Meinung, dass er mit seinem Kabarettprogramm in der Burg Nassenfels Halt machen würde – allerdings war er mit seiner Band unterwegs. Musikalisch gut, aber leider nicht das, worauf wir uns eigentlich gefreut hatten.

Alles in allem dennoch tolle Unterhaltung im unvergleichlichen Ambiente. Im Innenhof der Burg ist eine Bühne aufgestellt. Die Plätze davor sind meist bestuhlt (bei Hannes Ringlstetter gab es leider keine Sitzplätze) und rund um das Publikum sind die Burgmauern.
Ein kleines Highlight ist das Storchennest an einem der Türme. Hier leben drei oder vier Storche, die immer wieder in ihren Horst fliegen und ihn verlassen. Schön ist es auch, diese landen zu sehen.
In der Burg gibt es einen Crepes-Stand und einen Stand mit Würstchen- und Steaksemmeln. Für Getränke jeder Art ist auch gesorgt – es gibt sogar Wein und leckere Cocktails.

Die Burg ist im Privatbesitz und daher während des Jahres nicht öffentlich zugänglich. Wenn ihr also Lust auf Unterhaltung in einer echten Burg habt, solltet ihr euch für 2018 ebenfalls die Kulturtage im Kalender vormerken.

Habt ihr Martina Schwarzmann oder Hannes Ringlstetter schon mal live erlebt? Wir fandet ihr sie? Wart ihr vielleicht sogar schon mal auf den Kulturtagen Nassenfels? Ich freue mich über eure Meinungen in den Kommentaren 🙂

Kerstin

MÜNCHEN (Gastbeitrag)

Zwar lebe ich nicht in München, sondern im Münsterland, allerdings habe ich mich als Geograph mit historischer Ausrichtung intensiv mit der Stadt auseinandergesetzt und möchte sie deswegen hier gerne einmal vorstellen.

Der Marienplatz

Der Marienplatz ist heute immer noch der zentrale Platz in der bayerischen Metropole und war es auch schon im Mittelalter. Die Bezeichnung Marienplatz erfolgte erst 1854, bis dahin war der große Platz schlicht der Markt oder der Schrannenplatz (=Getreideplatz). Hier fanden in der damals noch sehr überschaubaren Siedlung, die 1158 erstmals erwähnt wurde, die täglichen Märkte statt. An der Schäfflerstraße und der Augustinerstraße, die vom Marienplatz aus gesehen hinter der Frauenkirche verlaufen, war die Stadt damals bereits zu Ende.

Das Karlstor

Im frühen 14. Jahrhundert folgte dann eine großzügige Stadterweiterung, die über Jahrhunderte die Grenzen der Stadt markierte. Die Stadttore wie das Karlstor, das Isartor oder das Sendlinger Tor existieren heute immer noch, wenn auch nicht mehr in der ursprünglichen Form. Die jeweils gegenüberliegenden Stadttore sind heute nur noch zwei Stationen mit der U-Bahn voneinander entfernt. Ein Kupferstich von Merian zeigt München im 17. Jahrhundert mit den damaligen Festungsanlagen.

München in einem Kupferstich von Merian (1644)

Die Fußgängerzone, die den Marienplatz mit dem als Stachus bezeichneten Karlsplatz verbindet, wurde erst 1972 zur Olympiade eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde München zunächst gezielt als autofreundlich aufgebaut und der Stachus war vor dem Bau der Fußgängerzone zeitweise der verkehrsreichste Platz Europas. Ein weiterer Fußgängerbereich in der Altstadt, nämlich die Platzl-Gassen, wo sich auch das weltberühmte Hofbräuhaus befindet, wurde Ende der 80er in der heute bekannten Form gestaltet und soll eine urbayerische Atmosphäre repräsentierten. Monumentaler wirkt dagegen die Residenz im Norden der Altstadt mit ihrem Hofgarten.

Das Platzl

Die Residenz

Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Festung aufgegeben und im 19. Jahrhundert erfolgte eine deutliche Stadterweiterung außerhalb der ehemaligen Festungsgrenzen. Neu hinzu kam unter anderem die Maxvorstadt, die sich durch ihre quadratischen Parzellen, repräsentativen Bauten und Denkmäler und monumentalen Plätze auszeichnet, etwa den kreisrunden Karolinenplatz. In diesem Stadtteil befindet sich auch die erst 1826 von Landshut hierher verlegte Universität und das nahe gelegene Siegestor markierte damals das Ende der Stadt, etwas dahinter befand sich das damalige Dorf Schwabing. Im Dritten Reich wurde München als „Hauptstadt der Bewegung“ bezeichnet und in der Maxvorstadt befanden sich viele Bauten der NSDAP. Der heute begrünte quadratische Königsplatz wurde in der NS-Zeit zu einer einheitlichen Granitfläche umgestaltet und diente als Feierplatz für die Partei. Hier befanden sich damals auch die sogenannten Ehrentempel, die an die Gefallenen des Hitler-Ludendorff-Putsches von 1923 erinnerten und nach dem Krieg gesprengt wurden.

Der Königsplatz

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mit der Maximilianstraße und der Prinzregentenstraße neue Prachtstraßen angelegt, mit denen außerdem das Ostufer der Isar erschlossen wurde. Dort entstanden mit den Maximiliananlagen nicht nur Schmuckparks, sondern auch das Maximilianeum, worin sich heute der Bayerische Landtag befindet.

Die Maximilianstraße mit dem Max-II-Denkmal vom Maximilaneum aus gesehen

Ende des 18. Jahrhunderts wurde auch der Englische Garten außerhalb der damaligen Stadtgrenzen errichtet und diente zunächst zu militärischen Zwecken, wurde aber schon nach einigen Jahren zum Volksgarten umgewidmet. Im Gegensatz zu den geometrischen Formen der Barockgärten hat man hier gezielt geschlungene Wege angelegt, die natürlicher wirken sollen. Die Ausdehnung des Englischen Gartens hat sich im Laufe der Zeit verändert. Teile davon wurden bebaut, während in der Nachkriegszeit aber auch Erweiterungen hinzukamen, unter anderem das frühere Firmengelände von Kraus-Maffei. Heute umfasst der Englische Garten eine Fläche von 321 ha.

Der Englische Garten

Haidhausen war ursprünglich ein außerhalb der Stadt gelegenes Dorf, dessen Bewohner der Unterschicht angehörten. Nachdem 1872 der Ostbahnhof eingeweiht wurde, enstand dort mit dem Franzosenviertel ein neues Wohngebiet. Ursprünglich als bürgerliches Viertel geplant, wurde es faktisch zu einem Arbeiterviertel. Das Viertel zeichnet sich durch seinen geometrischen Grundriss mit kreisrunden Sternplätzen aus.

Der Weißenburger Platz in Haidhausen

Um die Jahrhundertwende sind einige Villenviertel in München entstanden. Relativ nah an der Altstadt wurden in Bogenhausen, das 1892 eingemeindet wurde, zwischen Sternwarte und Einsteinstraße zahlreiche prächtige Villen gebaut. Eine weitere Villenkolonie entstand in Gern in der Nähe des Schlosses Nymphenburg, was bis Ende des 19. Jahrhunderts noch ein Dorf außerhalb der Stadtgrenzen war. Eine Besonderheit ist, dass man dort gezielt Künstler ansiedeln wollte. Auch im Süden der Stadt entstand mit der Prinz-Ludwig-Höhe ein weiteres Villenviertel.

Villen in Bogenhausen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich München stark verändert, neue Wohn- und Geschäftsviertel kamen hinzu. Zur Linderung des Wohnungsmangels errichtete man Großwohnprojekte, darunter auch das ab 1967 errichtete Viertel Neuperlach, das eine der größten Satellitenstädte Deutschlands wurde. Dazu gehört auch der in den 70ern erbaute Wohnring, eine Aneinanderreihung von Hochhäusern mit einem grünen Herz in der Mitte. Die Großwohnsiedlung im Hasenbergl im Norden der Stadt ist ein weiteres Beispiel.

Der Wohnring in Neuperlach

Mit den Olympischen Spielen im 1972 hat sich für die Stadt einiges verändert. Nicht nur die Fußgängerzonen wurden neu eingerichtet, sondern auch das U-Bahn-Netz in Betrieb genommen, dass seitdem kontinuierlich ausgebaut wurde. Neben dem Olympiastadion mit dem berühmten Zeltdach des Architekten Frei Otto wurde auch der Olympiapark mit einem künstlichen See und einem künstlichen Hügel aus Bauschutt errichtet.

Der Olympiapark mit Olympiastadion

Das Olympische Dorf wurde nach den Spielen zu einem Wohngebiet mit Einkaufsmöglichkeit umgenutzt. Das besondere daran ist die Verkehrsberuhigung, denn alle Parkplätze sind unterirdisch und das Dorf somit komplett autofrei. In den Bungalows ist heute ein Studentenwohnheim untergebracht. In direkter Nachbarschaft dazu hat der BMW-Konzern sein riesiges Betriebsgelände.

Das Olympische Dorf

Nachdem der Flughafen vom Stadtteil Riem weit nach draußen ins Erdinger Moos gezogen ist, wurde das Flughafengelände zum Messegelände umgewidmet. Die Messe befand sich zuvor auf der Theresienhöhe, wo der Platz aber nicht mehr ausreichte. Neben der Messestadt in Riem wurde mit den Riem Arcaden außerdem noch ein Einkaufszentrum sowie ein komplettes neues Wohnviertel errichtet. Außerdem wurde aus Anlass der Bundesgartenschau 2005 ein großer Landschaftspark mit Badesee angelegt.

Riem vom „Rodelhügel“ aus gesehen

Ein ebenfalls sehr junges Stadtviertel ist die Parkstadt Schwabing im Norden des gleichnamigen Stadtteils, das 2000 auf einem ehemaligen Industriegelände gebaut wurde. In diesem Wohn- und Geschäftsviertel befinden sich mit den Highlight Towers auch die höchsten Bürohochhäuser der Stadt.

Die Parkstadt Schwabing

Es gäbe noch sehr viel mehr über München zu sagen, am besten ist es aber, sich direkt vor Ort ein Bild zu machen. Für Gruppen biete ich Stadtexkursionen durch München an, wobei sowohl die Innenstadt als auch die jüngeren Außenbezirke begangen werden können. Weitere Informationen unter http://www.muenchen-exkursion.de.


Am Sonntag, den 13. August führe ich unter dem Motto München außenrum außerdem eine ganztägige Gratis-Exkursion durch die äußeren Stadtteile durch, weitere Informationen dazu gibt es hier auf Rund um München: http://f-om-s.de/2017/07/30/ganztaegige-exkursion-durch-muenchner-stadtteile/.

Auf Dieniederlande bloggt Johannes über schöne Ausflugsziele und Orte im deutschen Nachbarland. Geht mit ihm auf Rundreise und lernt alles über die Highlights und versteckten Geheimtipps.

VOLKSFESTZEIT

Die Volksfestzeit naht. Nicht mehr lang und neben zahlreichen Volks- und Brauereifesten ist es auch wieder Zeit für die Wiesn in München. Weil die großen Feste aber nichts wirklich Besonderes mehr sind, stellt Alpenwelt einige Blogger und deren Geheimtipps für regionale Veranstaltungen vor.

Tracht-Dirndl-lila

Unter dem Motto „Alle Feste – vom Norden bis in den Süden“ erzählen euch Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz alles über ihr liebstes regionales Fest.
Bei mir ist das eindeutig das Kellerfest in Titting. Auch wenn es dort leider auch immer sehr voll ist.
Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr ein Lieblingsfest in der Region?
Oder kennt ihr eines der anderen vorgestellten Feste? Ich bin gespannt 🙂

Viel Spaß beim Entdecken,
Kerstin

 

EIN TAG IN MÜNSTER (Gastbeitrag)

Herzlichen willkommen in Münster!

Ich werde dich heute einen Tag durch die Stadt führen. Leider ist heute Montag und kein Wochenmarkt. Dieser ist immer Mittwoch und Samstag und vor allem am Wochenende gut besucht. Der Markt findet direkt im Zentrum auf dem Domplatz statt. Der Dom ist eine schön renovierte Sandsteinkirche, die mir besonders gut von außen gefällt. Vom Domplatz aus sieht man auch das alte Rathaus, in dem nach dem 30-Jährigen Krieg 1648 der Westfälische Frieden geschlossen wurde. Die Straße, die vom Rathaus abgeht nennt sich Prinzipalmarkt und hier kann man teuer einkaufen gehen, wenn man möchte.

Bei gutem Wetter kann man die Stadt super zu Fuß erkunden. Das Zentrum innerhalb der alten Stadtmauer hat man schnell gesehen. Die Stadtmauer selbst gibt es nicht mehr, stattdessen verläuft dort ein Grüngürtel mit einer Straße nur für Radfahrer und Fußgänger – die Promenade. An dieser kann man sich gut orientieren und findet schnell wieder zurück ins Zentrum. Aktuell gibt es bis zum 1. Oktober die Skulptur Projekte in Münster, etwas für Kunstinteressierte. Überall in Münster werden seit 1977 alle 10 Jahre Skulpturen von internationalen Künstler*innen ausgestellt. Spannend ist eine Skulptur im Hafenbecken, über die man drüber laufen kann, allerdings nur, wenn man sich die Schuhe auszieht.

Wir werden aber nun aus dem Zentrum rausgehen. Westlich liegt das Schloss, in dem die Universität ihren Sitz hat. Dahinter gibt es einen schönen Botanischen Garten, in dessen Tropenhaus kleine Wachteln rumlaufen. Wir gehen weiter nach Süden, ein kurzes Stück die Promenade entlang und zum Aasee. Dies ist ein kleiner künstlich angelegter See, der im Sommer zum Picknicken, Segeln und Tretbootfahren einlädt. Weiter vom Zentrum entfernt und rechts vom See gelegen gibt es ein kleines Freilichtmuseum und den Münsteraner Allwetterzoo. Zum Essen gehen wir wieder in Richtung des Bahnhofs und zur dahintergelegenen Wolbecker Straße. Dort gibt es eine gute Auswahl an Imbissen und Restaurants. Sehr empfehlen kann ich die Peperoni (Wolbecker Str. 24, Mo.-Sa. 10-22 Uhr), die günstig ist und ein veganes Pfannengericht zum Nachnehmen, plus frischen Saft, Salat und Obst anbietet. Man sitzt dort außerdem sehr gemütlich auf Perserteppichen und zwischen viel frischem Gemüse und bunt bemalten Kacheln.

Als Schlecht-Wetter Alternative können wir die Museen in Münster zu besuchen. Wer Kunst mag, hat die Wahl zwischen dem LWL-Museum für Kunst und Kultur, das eine gemischte Sammlung mit Kunst aus dem Mittelalter bis zur Moderne besitzt und dem Picasso Museum. Für Kinder interessant ist das LWL-Naturkundemuseum, das zwischen Freilichtmuseum und Zoo liegt. Dort gibt es spannende Ausstellungen, zum Beispiel zu Dinosauriern, sowie ein Planetarium. Falls man sich auch an ernstere Themen heranwagt, ist die Villa ten Hompel sehenswert. Die ehemalige Fabrikantenvilla war zur Zeit des Nationalsozialismus Sitz der Ordnungspolizei, nach dem Krieg wurde dort von einem Dezernat über Wiedergutmachungen entschieden. Heute ist die Villa ein Geschichtsort, der an die Verbrechen im Nationalsozialismus erinnert. Unter der Woche hat das Museum nur Mittwoch- und Donnerstagabend geöffnet.

Als schönen Abschluss für den Tag in Münster gehen wir nun noch in das Kneipenviertel, das im Norden des Zentrums liegt. Im Blauen Haus (Kreuzstraße 16, ab 12 Uhr geöffnet), welches eine ganz besondere Atmosphäre hat, trinken wir eine Münsterländer Altbierbowle und lassen den Tag ausklingen.

Ich hoffe dir hat der Rundgang gefallen und du kommst bald wieder!

Tanja bloggt auf Kornblumenblau über Bücher, Theater und verschiedenste Dinge aus und um ihre Heimat, das schöne Münster. Wenn ihr auf Kultur steht, werdet ihr ihren Blog lieben. Vorbeischauen lohnt sich! Vielleicht findet ihr dort den ein oder anderen Tipp?

FRANKFURT (ODER) (Gastbeitrag)

Wie sagt man so schön: „Alle guten Dinge sind drei“, irgendwie so geht der Spruch. Ich melde mich zum dritten und letzten Mal innerhalb dieses Projektes. Wer meine anderen Beiträge noch nicht gelesen hat, ich bin Lisa-Marie und blogge seit Anfang dieses Jahres wieder. Ich habe euch bereits Eisenhüttenstadt und Beeskow vorgestellt. Wie bereits bei diesen beiden Städten werde ich nicht zu weit ausschweifen und beschränke mich auf meine wirklich liebsten Orte.

Frankfurt-Oder

Fangen wir direkt mit meinem Lieblingsrestaurant an, dem Kometen.

Im Restaurant Kometen bekommt man fast alles, was das Herz begehrt, auf jeden Fall dürfte für jedermann was dabei sein und das Ganze zu einem fairen Preis. Ich finde es ist das beste Restaurant in der Stadt und auch mein persönliches Lieblingsrestaurant. Frankfurt (Oder) hat natürlich noch viele weitere Restaurants, wenn Ihr aber in das beste wollt, geht in den Kometen.

Kliestow

Kliestow ist ein Ortsteil von Frankfurt (Oder) und hat gerade mal knapp über 1.000 Einwohner. Übrigens ist dort auch mein Vater aufgewachsen und ich kann euch empfehlen für einen schönen gemütlichen Spaziergang diesem Örtchen mal ein Besuch abzustatten. Ihr werdet nicht enttäuscht sein. Schöne Häuser und Wege findet man dort. Das Restaurant ist glaube ich leider nicht mehr im Betrieb aber dafür gibt es noch eine schöne Badestelle.

Oder

Insel Ziegenwerder

Diese kleine Insel kann man ohne Probleme zu Fuß erreichen und es lohnt sich. Für einen schönen Spaziergang, ein Fotoshooting oder einem entspannten Picknick. Die Insel Ziegenwerder ist wirklich ein Besuch wert und ist auch besonders beliebt als Hochzeitslocation. Ich selbst gehe dort gerne Spazieren und gerade im Sommer sind dort auch des Öfteren Veranstaltungen.

Lisa-Marie bloggt auf chaosmariechen.de und macht bei der Aktion „Einmal quer durch Deutschland“ gleich mit 3 spannenden Gastbeiträgen mit.
Auf chaosmariechen.de schreibt Lisa-Marie über Reisen, stellt tolle Buchtipps vor und berichtet über Serien und Filme. Vorbeischauen lohnt sich!

BURG KIPFENBERG + GEOGRAFISCHER MITTELPUNKT BAYERNS

Dass das Altmühltal im Herzen Bayerns liegt, ist den meisten bekannt. Aber dass sich ganz in der Nähe der Kipfenberger Burg der geografische Mittelpunkt des Freistaats befindet vielleicht weniger.
1979 wurde vom Landesvermessungsamt München der Mittelpunkt Bayerns dort festgelegt. Seit 1980 schmückt ein Findling die Stelle. Seit letztem Herbst wurde die Stelle durch einen kleinen Aufenthaltsplatz it Sitzöglichkeiten und eine Infotafel ergänzt.

Geografischer-Mittelpunkt-Bayerns-Kipfenberg

 

Einige hundert Meter bergabwärts des geografischen Mittelpunkts steht die Burg Kipfenberg. Dorthin führt von Kipfenberg aus eine sehr enge, kurvige Straße und ein Wanderweg. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist für ihre starke Befestigung bekannt. Aufgrund derer überstand sie den Bauern- und den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet.

Kipfenberg-Burg

Seit etwas mehr als 100 Jahren ist die Burg in Privatbesitz und zu großen Teilen bewohnt.
Die Vorburg ist jedoch dem Kipfenberger Römer- und Bajuwarenmuseum vorbehalten. Neben der Geschichte des Limes erfährt man hier viel über das germanische Kriegergrab aus dem 5. Jahrhundert, das dort nachgestellt zu sehen ist. Außerdem gibt es hier ein Café und einen Museumsladen.
Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene, 2 Euro ermäßigt.

Kipfenberg-Burg-Museum

Kipfenberg-Roemer-Bajuwaren-Museum