WEIHNACHTSMÄRKTE ALTMÜHLTAL 2017

Wie jedes Jahr kurz vor der Adventszeit stellt sich die Frage: Zu welchen Weihnachtsmärkten in der Region kann ich gehen? Hier findet ihr einen kleinen Überblick über sämtliche Weihnachtsmärkte im Altmühltal – clever sortiert nach Wochenenden, an denen sie stattfinden.

Weihnachten Schnee Hagebutte

Vorm Advent (24.11.-26.11.)

Altmannsteiner Wintermarkt
Dietfurt: Stirzer Stodlweihnacht (nur 26.11.)
Kelheim: Carlbauer Adventsmarkt (nur 25.-26.11.)
Schloss Tüßling: Romantischer Weihnachtsmarkt
Tittinger Weihnachtsmarkt (nur 25.-26.11.)

Erstes Adventswochenende: 01.12.-03.12.

Abenberger Burgweihnacht (nur 02.-03.12.)
Beilngrieser Weihnachtsmarkt
Dollnsteiner Weihnachtsmarkt (nur 03.12.)
Eichstätter Advents- und Weihnachtsmarkt
Geisenfeld: Romantischer Weihnachtsmarkt Birkenheide
Kloster Plankstetten: Adventsmarkt (nur 02.-03.12.)
Schloss Tüßling: Romantischer Weihnachtsmarkt

Zweites Adventswochenende: 08.12.-10.12.

Bad Gögginger Adventsmarkt (09.-10.12.)
Geisenfeld: Romantischer Weihnachtsmarkt Birkenheide
Gredinger Weihnachtsmarkt (nur 09.-10.12.)
Kelheimer Christkindlmarkt (08.-17.12.)
Kipfenberger Romantischer Weihnachtsmarkt (nur 09.-10.12.)
Kloster Plankstetten: Adventsmarkt (nur 09.-10.12.)
Köschinger Waldweihnacht (nur 09.-10.12.)
Langenaltheimer Weihnachtsmarkt (nur 09.12.)
Neuburg/Donau: Christkindlmarkt
Riedenburger Christkindlmarkt (nur 09.-10.12.)
Rupertsbucher Weihnachtsmarkt (nur 09.-10.12.)
Schloss Tüßling: Romantischer Weihnachtsmarkt
Treuchtlinger Schlossweihnacht
Weißenburger Weihnacht (ab 08.12. ganzwöchig)
Wellheimer Weihnachtsmarkt (nur 09.-10.12.)

Drittes Adventswochenende: 15.12.-17.12.

Donauwörth: Romantischer Weihnachtsmarkt (14.-17.12.)
Gaheimersheimer Weihnachtsmarkt
Gunzenhausen: Romantischer Weihnachtsmarkt (14.-17.12.)
Kelheimer Christkindlmarkt (08.-17.12.)
Monheimer Weihnachtsmarkt (14.-16.12.)
Neuburg/Donau: Christkindlmarkt
Schloss Tüßling: Romantischer Weihnachtsmarkt
Treuchtlinger Schlossweihnacht
Weißenburger Weihnacht (ganzwöchig bis einschl. 17.12.)

Außerdem sehr zu empfehlen ist der Weihnachtsmarkt auf Gut Wolfgangshof (nahe Nürnberg). Dieser hat ab 24.11. – 27.12. immer an den Wochenenden (Freitag bis Samstag) geöffnet. Vorbeischauen lohnt sich, plant aber auf jeden Fall genügend Zeit ein!

Kennt ihr noch weitere Weihnachtsmärkte, die auf der Liste nicht fehlen dürfen? Ich freue mich über eure Kommentare!

 

Weihnachtliche Geschenkidee: Mandellikör selber machen – Rezept

Vielleicht geht es euch wie mir und ihr verbindet Weihnachten automatisch mit Plätzchen, Nüssen und Orangen. All die leckeren Gerüche, die zur kalten Jahreszeit in der Küche umher schweben. Aber warum sollte all die köstlichen Sachen nur essen, wenn man sie auch trinken kann?
So kam mir die Idee zu selbstgemachtem Mandellikör. Der passt prima zur kalten Jahreszeit und eignet sich schön verpackt sogar als persönliches Geschenk aus der eigenen Küche.

Mandellikoer-Mandeln

Was braucht ihr dafür?
1 Flasche Chantré oder anderen Weinbrand (700 ml)
200 g Mandeln
150 g Kandis
2 Zimtstangen
1 Sternanis
1 Päckchen Vanillinzucker
einige Tropfen Bittermandelaroma

Diese Zutaten sind ausreichend für etwa 800 ml selbstgemachten Mandellikör.

Mandellikör selber machen – So geht’s
Zunächst die Mandeln grob hacken und in einer Pfanne andünsten. Das ist wichtig, damit die Aromastoffe aus der Mandel entweichen können und später einen möglichst intensiven Mandelgeschmack im Likör hinterlassen.
Mandeln gut auskühlen lassen und währenddessen Zimtstangen, Sternanis und einige Tropfen Bittermandelaroma in eine große Schüssel geben. Achtung: 2-3 Tropfen genügen meistens, da das Bittermandelaroma sehr intensiv schmeckt und sonst den Likörgeschmack überlagert.
Wenn die Mandeln ausgekühlt sind, gebt ihr sie zu den Zutaten in die Schüssel und gießt die Flasche Weinbrand darüber. Anschließend Vanillinzucker und Kandis zugeben und den Mandellikör einige Zeit gut umrühren. Das hilft, damit sich der Kandiszucker auflösen kann. Verwendet auch gern bereits kleineren Kandis. Würfelkandis löst sich oft auch während der Ziehzeit des Likörs nicht richtig auf!

Anschließend füllt ihr den Likör in ein großes, verschließbares Glas (zum Beispiel Essiggurkenglas) um. Sollte euer selbstgemachter Mandellikör nicht in ein Glas passen, könnt ihr ihn auch auf zwei Gläser aufteilen. Achtet aber darauf, in beiden Gläsern ungefähr gleich viel der Zutaten zu haben. Sternanis lässt sich auch gut brechen und so teilen.

Euer Mandellikör muss jetzt etwa 2-3 Wochen gut ziehen. Danach könnt ihr ihn in eine schöne Flasche umfüllen und dekorieren – zum Beispiel ganz weihnachtlich mit Tannenzweigen und einer Zimtstange. Der Likör ist kühl gelagert etwa 6 Monate haltbar.

Rezept: Mandellikör selber machen - Geschenkidee für Weihnachten

Da mein Mandellikör aktuell noch zieht, berichte ich euch in 3 Wochen, wie er schmeckt und wie ich ihn verpackt habe. Dazu ist auch ein kleines Freebie geplant, also bleibt gespannt! 🙂

PS: Selbstgemachter Mandellikör schmeckt auch ganz prima, wenn ihr ihn leicht erhitzt und etwas Sahne darauf gebt. Warm, süß, weihnachtlich!

Habt ihr schon etwas Selbstgemachtes aus der Küche verschenkt? Ich freue mich auf eure Kommentare!
Kerstin

11 TIPPS FÜR EUREN UNVERGESSLICHEN URLAUB IM ELSASS

Ihr wollt Urlaub im Elsass machen? Dann habe ich hier meine persönlichen Top 11 Tipps für euren Aufenthalt dort: Kultur bis zum Umfallen 😉

1. Straßburg

Die Stadt ist (nicht nur für mich) die Hauptstadt des Elsass. Neben dem Münster und einer Stadtrundfahrt auf der Ill empfiehlt sich auf jeden Fall ein Abstecher in den Stadtteil „Petite France“. Schöne Fachwerkhäuser laden hier zum Schlendern ein.

Alle Infos zu Straßburg findet ihr übrigens in meinem Artikel „Straßburg an einem Tag“.

strassburg

2. Chateau Fleckenstein

Im Norden von Elsass, kurz nach der deutschen Grenze, befindet sich die Burg Fleckenstein. Eine Burg, die vor allem mit Kindern ein echtes Highlight ist. Liebevoll gestaltet führt der Rundweg durch das Areal. Hier könnt ihr euch selbst auf den Thron setzen, Geister in geheimen Gängen entdecken und natürlich die atemberaubende Aussicht über die Berge genießen. Ein echtes Muss!
PS: Rund um das Chateau Fleckenstein führt ein kleiner Wanderweg für Kinder. Im Wald lassen sich kleine Trolle entdecken, die die Burg einnehmen wollen.

Ruine Chateau Fleckenstein Elsass

3. Fort de Schoenenbourg

Ebenfalls im nördlichen Elsass befindet sich die Mignon-Linie. Ein Verteidigungssystem aus dem 2. Weltkrieg, das sich unterirdisch über nahezu 3 Kilometer erstreckt. Sehr interessant und lehrreich, aber auch ziemlich frisch. In den Bunkern hat es ganzjährig 12°C. Denkt also vor allem in den warmen Sommermonaten daran, euch eine warme Jacke mitzunehmen. Außerdem solltet ihr ausreichend Zeit im Gepäck haben. Die angegebenen zwei Stunden durch das komplette Bunkersystem braucht ihr locker.

Schönenbourg

4. Kloster St. Odilienberg

Inmitten der Vogesen befindet sich das Kloster St. Odile. Ein toller Gebäudekomplex, der vor allem im Herbst wunderschön ist. Hier finden sich mehrere kleine Kapellen, die prunkvoll gestaltet sind und es bietet sich ein schöner Ausblick über die komplette Gegend.
Ein echter Geheimtipp ist der Kreuzgang. Er geht um das Kloster herum und ist aus Mosaiksteinen in die Felsen gearbeitet. Ihr solltet auch einen Blick auf die Odilienquelle werfen. Der Legende nach fand die Hl. Odile auf ihrem Weg zum Berg eine leprakranke Bettlerin, die großen Durst hatte. Sie klopfte mit ihrem Gehstock auf den Boden, woraufhin sich die Odilienquelle öffnete. Heute pilgern dort zahlreiche Wallfahrer hin. Das Wasser soll bei Augenkrankheiten helfen.
Auf dem Kloster gibt es übrigens auch ein Restaurant für den kleinen oder großen Hunger.

5. Wandern in den Weinbergen

Hier lässt es sich wunderbar spazieren gehen. Einige Winzer bieten sogar geführte Touren durch ihre Weinberge an – mit anschließender Verkostung. Aber auch ohne Führung ist ein Spaziergang durch die Weinberge ein echtes Muss und durchaus abwechslungsreich. Perfekte Jahreszeit hierfür: Der Herbst. Die letzten Weinreben hängen noch an den Stöcken und das Laub hat sich bereits schön bunt verfärbt.

Weinberge Elsass wandern

6. Affenpark La Montagne des Signes

Ebenfalls ein Highlight – ob mit oder ohne Kinder – ist der Affenpark La Montagne des Signes unweit der Königsburg. Hier könnt ihr Affen mit Popcorn füttern und sie beobachten. Außerdem werden regelmäßig kleine Vorträge von den Mitarbeitern gehalten und man kann die Fütterung der Affen beobachten. Ein kleines Spektakel, denn hier lässt sich die Rangordnung unter den Affen besonders gut erkennen.

Affenpark Elsass

7. Haut Königsburg

Das Wahrzeichen von Elsass ist die Hochkönigsburg. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebäude unweit von Schlettstadt komplett renoviert, saniert und teilweise neu aufgebaut. Das sorgt dafür, dass die Königsburg besonders sauber und neu wirkt – fast ein bisschen wie eine Filmkulisse. Die Ausstellungsstücke darin sind dennoch meist sehr alt. Hier befindet sich übrigens auch das älteste Weinfass im Elsass.

Haut Koenigsbourg Elsass Wahrzeichen

8. Cascade de la Serva

Ihr wollt echte Wasserfälle sehen und die Natur fernab vom Touristenrubel genießen? Dann nichts wie ab zu den Cascade de la Serva. Hier gibt es leider keinen offiziellen Besucherparkplatz, allerdings kann man im Örtchen Natzwiller gut parken. Der Weg zu den Wasserfällen ist leider auch nicht so gut ausgeschildert und an vielen Stellen nicht unbedingt schön. Sobald ihr dann aber am Wasserfall angekommen seid, solltet ihr nicht gleich kehrt machen – denn wirklich spektakulär werden die Wasserfälle erst, wenn ihr weiter nach oben geht. Hier gibt es dann auch eine Parkbank, von der aus ihr nach unten entlang des Wasserfalls blicken könnt.

Cascade de la Serva

9. Kloster Murbach

Im Süden von Elsass befindet sich die Benediktinerabteil Murbach. Die Kirche in dem Örtchen ist etwas Besonderes: Es gibt nur die beiden Türme und kein Kirchenschiff. An der Stelle, an der einst das Kirchenschiff stehen sollte, befindet sich heute ein Friedhof. Wenn ihr in Murbach seid, solltet ihr auch nach oben zur Kapelle gehen. Von dort aus habt ihr einen tollen Ausblick auf die Kirche des Klosters. Hier ist auch das Foto entstanden.
Direkt bei den Parkplätzen vor dem Kloster gibt es außerdem einen schönen, mittelalterlichen Garten. Der ist mit kleinen Schiefertäfelchen beschriftet, auf denen tolle Zeichnungen zu sehen sind.

Kloster Murbach Elsass

10. Mühlhausen

Die südlichste Stadt im Elsass ist bekannt als Textilstadt. Hier gibt es auch zahlreiche Fassadenmalereien und westlich der Stadt ein riesiges Elektrikmuseum, das vorwiegend für Kinder ein echtes Erlebnis ist: Das Électropolis. Wenn euch das weniger zusagt, besucht doch das Stoffdruckmuseum in der Stadt.

11. Elsässer Flammkuchen

Last but not Least: Das wohl bekannteste Gericht aus dem Elsass: Flammkuchen. Klassisch isst man sie zwar mit Zwiebeln und Speck, in vielen Lokalen könnt ihr aber zusätzlich Münster Käse oder leckere Champignons auf euren Flammkuchen bestellen.
Dazu passt Weißwein – am besten aus den Elsässer Weinbergen. Ein echter Gaumenschmaus 😉

Ich hoffe, damit steht eurem perfekten Urlaub im Elsass nichts mehr im Weg. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte und Meinungen und freue mich über weitere Tipps rund ums Elsass!
Kerstin

EINMAL QUER DURCH DEUTSCHLAND – KOSTENLOSES EBOOK

Es ist so weit – nach einem halben Jahr und 24 Beiträgen geht meine erste große Blogger-Aktion #einmalquerdurchdeutschland zu Ende. Es hat mich sehr gefreut, dass so viele Blogger daran teilgenommen haben und das Projekt mit ihren Beiträgen rund um ihre Heimat unterstützt haben. Mein besonderes Dankeschön geht an die Blogger, die auf ihrem Blog für das Projekt geworben haben – ich glaube, das hat viel dazu beigetragen, dass das Projekt so gut gelaufen ist.
Danke dafür!

Da ich nicht möchte, dass die vielen tollen Beiträge in irgend einem Archiv verstauben, habe ich mich dazu entschieden, mein erstes kostenloses eBook für alle Leser und Fans der Aktion herauszubringen. Ein eBook voll mit Insidertipps für die schönsten Ecken in Deutschland.

eBook Einmal quer durch Deutschland

eBook „Einmal quer durch Deutschland“ kostenlos downloaden!

Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen des eBooks und freue mich, wenn ihr den Beitrag teilt und verbreitet.
Und selbstverständlich freue ich mich auch über zahlreiche Kommentare – habt ihr noch mehr Tipps, welcher gefällt euch am besten? Ich bin gespannt!
Kerstin

COLMAR

Habt ihr in der kalten Jahreszeit auch Lust auf Urlaubsfeeling? Das ist der Grund, weshalb ich noch mal über unseren Urlaub im Elsass schreibe.
Die letzten beiden Tage unseres Aufenthalts verbrachten wir in Colmar. Einer kleinen, aber feinen Stadt mit tollem Stadtkern und – wie auch Straßburg: Mit vielen schönen Fachwerkhäusern. Dabei ist auch Colmar ein echter Touristenmagnet. Läuft man über die Straßen hört man sehr viele deutsche Wortfetzen. Teilweise sogar mehr deutsche als Französische oder Englische.

Wohin in Colmar?

Ein echtes Must-Seen in der Stadt ist das so genannte Klein-Venedig (Petite Venise). Der Stadtteil liegt direkt an schmalen Kanälen und erinnert mit seinen bunten Häuschen an sein Vorbild Venedig. Hier lebten einst Winzer, Gärtner und Fischer. Daher sieht das Stadtviertel heute noch ziemlich ländlich aus.
Direkt in Klein-Venedig befindet sich auch die Markthalle. Wenn ihr also Lust auf Wein, französisches Gebäck, Käse oder Wurstwaren habt: Nichts wie dorthin.

colmar

Ein besonders schönes Gebäude, das wir bei unserem Weg durch die Stadt entdeckt haben, ist das Pfisterhaus. Die Erker und Wandmalereien sind ein echter Hingucker. Es gilt als erstes Beispiel für die Renaissance in der Colmarer Architektur.

Danach solltet ihr euch unbedingt leckere Macarons oder französisches Gebäck gönnen. Am besten sind die Macarons der Patisserie Richon. Die eignen sich hübsch verpackt auch prima als Mitbringsel!

THIERFELD (gastbeitrag)

Auch wenn ich mittlerweile in Mainz wohne, bin ich doch Thierfelderin. Thierfeld ist offiziell ein Ortsteil von Hartenstein (Sachsen), aber eigentlich sind wir ein eigenständiges Königreich – schließlich gibt es diesen Ortsnamen nur einmal in der Welt.
Die Gegend, von der ich euch erzähle ist sehr ruhig. Hier gibt es keine angesagten Clubs, edle Restaurants oder Unterhaltungsprogramme wie Kinos. Wer hier Urlaub machen möchte, muss die Natur, Menschen und die Geschichten eines Ortes lieben. Doch auch wenn ihr keine Lust mehr auf Einkehr haben solltet, seid ihr nicht komplett verloren: wer ein Auto hat ist in 30 Minuten bis maximal 2 Stunden in Zwickau, Leipzig, Halle, Dresden, Meißen, Chemnitz, Bayreuth, Weimar (…).
Mein Lieblingsort steht wie schon bei Mainz am Ende des Beitrags 😉

Schlossruine Hartenstein

Schlossruine Hartenstein
Das Schloss muss wundervoll gewesen sein. Einige Fotos und Zeichnungen zeigen das rege Treiben auf dem Hof von edlen Damen und teuer gewandeten Männern. Sogar den 2. Weltkrieg hatte es fast überlebt, wären da nicht ein paar SS-Einheiten gewesen, die sich im nahen Wald verschanzt hatten. Da Bomben nicht so zielgenau fallen, wurde das Schloss 1945 – in den letzten Tagen – fast vollständig zerstört.
Heute kümmert sich ein Verein um den Wiederaufbau. Die äußeren Gebäude und das Tor sind noch erhalten und werden zum Teil als Wohnungen vermietet.
Im Schloss finden in Abständen Veranstaltungen und Theateraufführungen statt. Außerdem kann man Führungen mit Vereinsmitgliedern vereinbaren – dazu sollte man sich vorher bei der Stadt Hartenstein (http://www.stadt-hartenstein.de) erkundigen.

Ausblick Hartenstein

Ausblick an der Schlossruine
Ein kleiner Geheimtipp, der sich auf jeden Fall lohnt! Geht man einmal um die Schlossruine herum, wird – etwas versteckt – auf einen Aussichtspunkt hingewiesen. Folgt man dem Schild, findet man zur Rechten irgendwann einen kleinen Pfad der in Richtung Abgrund zu führen scheint. Traut euch! Die Aussicht ist wunderschön. Aber beeilt euch, denn der Hang wächst langsam wieder zu.

Burg Stein

Burg Stein
Anders als das Schloss Hartenstein, ist die Burg Stein noch vollständig erhalten. 1996 hat der Prinz von Schönburg-Hartenstein sich seinen Familienbesitz zurückgekauft und die Burg aufwändig sanieren lassen. Sie liegt am tiefsten Punkt Hartensteins am felsigen Muldeufer. In ihr befindet sich ein Museum, das auch Führungen durch die mittelalterlichen Mauern anbietet.
Außerdem kann man sich im Festsaal trauen lassen.

wandern

Wandern rund um Hartenstein
Jeder Wanderweg hat seinen Charme: verträumte Aussichten, rätselhafte Ruinen,
sagenumwobene Orte, wunderschönes Naturschauspiel, erfrischende Bach- oder Flussläufe und das Beste: fast alles liegt im Schatten der dichten Wälder. Auf dieser Seite könnt ihr euch 10 der schönsten Wanderungen ansehen.
Ich empfehle die Wanderung zur Prinzenhöhle und zur Isenburg.

barbara-kapelle

Mein Highlight: Die Barbarakapelle in der Kirche zu Thierfeld
Weil meine Eltern beide in der Gemeinde aktiv sind und ich im Nachbarhaus   aufgewachsen bin, konnte ich jederzeit die Kirche besuchen, denn ich hatte immer Zugriff auf den Kirchenschlüssel.
Vielleicht ist es daher einer meiner Lieblingsorte geworden.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden bei einer Kirchensanierung mittelalterliche Malereien entdeckt und vom dicken Putz befreit. Erst 2003 startete die Restaurierung und 4 Jahre später glänzte die Kapelle in heute gewohnten Farben in professioneller Ausleuchtung.
Da die Kirche nur zu Gottesdiensten oder besonderen Anlässen offen steht, sollte man sich für eine Führung bei der Stadt Hartenstein vorher nach Kontakten informieren. Wenn ihr es mit einer Andrea zu tun bekommt, grüßt sie lieb von mir.

Außerdem
Im Sommer ist das Freibad hinter der Schlussruine zu empfehlen.
Wer das Volk kennen lernen möchte, kann in der Adventszeit den Weihnachtsmarkt besuchen keine wirkliche Attraktion, aber wunderschön anzusehen.
Für die Sportlichen unter euch, gibt es auf den Höhen von Thierfeld einen Sportflugplatz für Gleiter, Motorflieger und Modellflugzeuge.

So das wars nun von mir. Danke Kerstin, dass ich bei dir meine neue und alte Heimat vorstellen durfte!

Liebe Grüße > sara

STRAßBURG AN EINEM TAG

Diesen Herbst hieß es für uns: Ab ins Elsass. Die perfekte Zeit, wie wir feststellen mussten. Denn die Bäume sehen so unglaublich schön aus, wenn sie sich langsam gelb, orange und rot verfärben. Gemeinsam mit der Landschaft ein echtes Wow-Erlebnis. Denn das Gebiet liegt direkt an den letzten Ausläufern der Vogesen. Wunderschöne Hügel und Berge, die zur Sonnenseite hin mit unzähligen Weinreben bepflanzt sind. Allein dafür ist es schon wert, nach Frankreich zu fahren.

strassburg

Wir hatten zahlreiche interessante Orte auf dem Programm – aber beginnen wollten wir mit der wohl bekanntesten Stadt im Elsass – Straßburg. Denn die Europahauptstadt, wie sie auch genannt wird, hat einige interessante Orte zu bieten. Aber alles der Reihe nach.

Wann gehörte Straßburg zu Deutschland?

Als wir unseren Freunden und Bekannten erzählten, dass wir ins Elsass fahren und uns Straßburg ansehen, waren einige – besonders die älteren darunter – verwirrt. „Also doch Urlaub in Deutschland?“, meinte ein Bekannter augenzwinkernd, nachdem wir zuvor erzählt hatten, dass es dieses Mal weiter weg gehen sollte. Klassischerweise finden unsere Urlaube nämlich nicht zu weit entfernt von unserer Komfortzone statt 😉
Je mehr man sich mit der Frage beschäftigt, wann Straßburg zu Deutschland gehörte und wann zu Frankreich, desto mehr erkennt man, dass es gar nicht so verwunderlich ist, dass hier Durcheinander herrscht. Denn Straßburg wechselte immer wieder zwischen deutscher und französischer Herrschaft. Ursprünglich handelt es sich nämlich bei den Elsässern um einen deutschen Stamm. Zum Dreißigjährigen Krieg wurde das Elsass allerdings an Frankreich gegeben, um den Rhein als „saubere Staatsgrenze“ festzulegen. Nach dem deutsch-französischen Krieg gehörte Straßburg zu Deutschland, nach dem 1. Weltkrieg war es wieder Französisch. Während des zweiten Weltkriegs wurde es wieder deutsch, bis es nach dem 2. Weltkrieg letztendlich wieder Frankreich zugesprochen wurde.
Ende vom Lied: Straßburg gehört nun seit 1944 wieder zu Frankreich und ist seither das Zeichen europäischer Aussöhnung. Daher also auch die Bezeichnung „Europastadt“.

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Straßburg – Wo parken?

Unser Hotel lag nicht direkt in Straßburg, sondern in Molsheim. Das Hôtel du Centre war eine tolle Alternative, da wir von dort aus sämtliche Orte, die auf unserer Liste standen, bequem erreichen konnten. Außerdem gab es dort ein super leckeres Frühstücksbuffet.
Daher wählten wir einen Parkplatz bei einem Park And Ride. Von dort aus lässt es sich bequem ins Straßburger Zentrum fahren – und das noch kostengünstig. Vom Parkplatz Baggersee aus ist es möglich, ein Ticket zu lösen, mit dem sowohl der Transfer für bis zu 7 Personen, als die Parkgebühren enthalten sind – Mit 4,10 Euro pro Tag ein echtes Schnäppchen!

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Straßburg – Was muss man sehen?

Erst mal vorneweg: Straßburg zu erkunden ist an einem Tag durchaus möglich. Unser erster Gang war daher zur Bootsverwaltung direkt neben dem Münster. Hier könnt ihr Stadtrundfahrten auf der Ill buchen. Das Tolle daran: Die Boote sind mit Audiosystemen ausgestattet. Einfach den passenden Kanal wählen und ihr bekommt die Infos in eurer Sprache – selbstverständlich auch auf Deutsch. Wir haben uns für einen Termin am Nachmittag entschieden, da das Wetter bis dahin besser sein sollte. Da nachmittags der Andrang für solche Rundfahrten allgemein größer ist, möchte ich euch unbedingt empfehlen, die Tickets möglichst bald zu kaufen und auch pünktlich an der Anlegestelle zu sein.

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Das Münster ist ein Bauwerk, das aus dem Sandstein der Vogesen gefertigt wurde und von außen sehr imposant wirkt. Wie die meisten Kathedralen zu dieser Zeit, ist auch das Liebfrauenmünster von innen leider sehr dunkel, aber dennoch sehenswert. Rechts vom Altar befindet sich nämlich die Astronomische Uhr. Ja, richtig gelesen – eine Astronomische Uhr in einem kirchlichen Gebäude. Die gibt es dort bereits seit dem 16. Jahrhundert, ein Vorgängermodell dazu, das sich ebenfalls mit den Gestirnen befasste, wurde im 14. Jahrhundert entwickelt.
Apropos: Die Astronomische Uhr ist weltweit die einzige Uhr, die 13:00 Uhr schlägt.

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Danach ging es nach Le Petite France. Das kleine Frankreich ist eine Siedlung, die aus dem Bilderbuch stammen könnte. Zahlreiche kleine Fachwerkhäuser mit angeschlossener Gastronomie laden zum Verweilen ein. Dabei ist die Gegend mit zahlreichen Blumen dekoriert.
Besonders bekannt und nicht zu übersehen ist die Maison des Tanneurs. Die ehemalige Gerberstube beherbergt heute ein Restaurant.

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Von hier aus ist es nicht mehr weit zu den Ponts-Couverts, den gedeckten Brücken. Dabei handelt es sich um einen Überbleibsel der Stadtmauer. Noch heute kann man die Brücken am Ill schließen. Geht unbedingt in die Ponts-Couverts und dann ganz nach oben. Von hier aus habt ihr einen tollen Ausblick über Straßburg.

Mein absoluter Geheimtipp für euren Trip ist Saint-Pierre-le-Jeune. Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 7. Jahrhundert und das Gebäude ist von innen wunderschön bemalt. Es erinnert fast ein wenig, an ein altes, mittelalterliches Herrschaftshaus. Wirklich toll ist auch der Kreuzgang der Kirche: Er stammt aus dem 11. Jahrhundert. In der Saint-Pierre-le-Jeune lässt sich abseits vom großen Touristenrummel Geschichte bestaunen.

strassburg-Saint-Pierre-le-Jeune-kreuzgang

Nach einem so abwechslungsreichen Tag stellt sich nur noch die Frage, was es Abends zu essen gibt. Und da sind wir uns schnell einig: Nahe dem Münster haben wir ein tolles Lokal gefunden, in dem wir Elsässer Flammkuchen essen und leckeren Wein aus der Region trinken.

Ein schöner Tag in Straßburg geht zu Ende.

Wart ihr schon mal in der Stadt und habt noch weitere Tipps? Ich freue ich auf eure Kommentare!
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Kerstin